Heute ab 20.30 Uhr

Interview mit Alicia Stolle vor Handball-WM-Viertelfinale: Wir brauchen uns vor Spanien nicht zu verstecken

Daumendrücken vor dem Viertelfinale: Für Alicia Stolle und das deutsche Handball-Team geht es nun heute gegen Spanien.
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Daumendrücken vor dem Viertelfinale: Für Alicia Stolle und das deutsche Handball-Team geht es nun heute gegen Spanien.

Vor dem WM-Viertelfinale gegen Turnier-Gastgeber Spanien haben wir mit Alicia Stolle, Rückraumspielerin in der deutschen Handball-Nationalmannschaft, gesprochen.

Kassel - Nach der heftigen 16:32-Schlappe zum Hauptrundenabschluss gegen WM-Mitfavorit Dänemark geht es für die deutschen Handballerinnen bereits heute ab 20.30 Uhr (live bei sportdeutschland.tv) in der K.o-Phase weiter. Gegner ist Turnier-Gastgeber Spanien. Wir haben mit Rückraumakteurin Alicia Stolle über die Pleite gegen die Däninnen und die Aussichten fürs Viertelfinale gesprochen.

Wie schnell haben Sie die Niederlage gegen Dänemark verdaut?

Mit solch einer Niederlage könnte man sich natürlich sehr lange aufhalten, aber das Spiel ist abgehakt. Der volle Fokus liegt auf der Partie gegen Spanien. Es ist auch ganz wichtig, dass die Begegnung gegen die Däninnen jetzt keine Rolle mehr spielt.

Es war das Ende einer deutschen Siegesserie. Fünfmal in Folge hatte die Mannschaft gewonnen. Was müssen Sie und Ihr Team besser machen?

Wir haben am Sonntag zu ängstlich gespielt, zu inkonsequent in unseren Aktionen. Das war im Angriff zu wenig. Wir sind nicht mit dem nötigen Druck zum Tor gegangen, auch unsere Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Das müssen wir gegen die Spanierinnen auf jeden Fall besser machen.

In der WM-Vorbereitung verlor Deutschland knapp 22:23 gegen Spanien. Inwieweit können die Erfahrungen aus diesem Vergleich jetzt helfen?

Die Partie hat gezeigt, dass wir mit Spanien auf Augenhöhe sind. Wir wissen, dass in diesem Spiel alles möglich ist und wir uns vor den Gastgeberinnen nicht zu verstecken brauchen. Ich denke, dass wir das Testspiel noch einmal mit in die Analyse einbeziehen und dann die nötigen positiven Schlüsse ziehen werden.

Zur Person: Alicia Stolle

Alicia Stolle (25) stammt aus Ahlen. In der Jugend spielte sie unter anderen für Borussia Dortmund. Ihre ersten Bundesliga-Spiele absolvierte sie für die HSG Blomberg-Lippe. Von 2018 bis 2020 stand sie beim Thüringer HC unter Vertrag und gewann mit dem Klub den DHB-Pokal. Seit Sommer 2020 trägt sie genauso wie die Nationalmannschafts-Kapitänin Emily Bölk das Trikot des ungarischen Klubs Ferencvaros Budapest. Für die DHB-Auswahl bestritt sie mittlerweile 67 Partien. Bei der aktuellen Weltmeisterschaft gelangen der 1,82 m großen Halbrechten sieben Treffer. Bei Instagram hat Stolle gut 20 000 Follower. Sie ist in festen Händen.

Sie haben Ihre Länderspiel-Karriere mit einem Spiel gegen Spanien begonnen. Welche Erinnerungen haben Sie an Ihr Debüt im Adlertrikot?

An das erste Länderspiel denkt man natürlich gerne zurück. Es herrschte eine super Stimmung in der Halle, und wir haben, glaube ich, auch gewonnen.

Ja, vor 2147 Zuschauern gab es in der Inselparkhalle in Hamburg einen klaren 32:18-Erfolg.

Es war auf jeden Fall ein tolles Erlebnis. Ich habe an dem Tag auch meine ersten drei Tore geworfen.

Wie erleben Sie bislang die Stimmung in den Hallen, und wie heiß wird die Atmosphäre gegen den Turnier-Gastgeber?

Leider ist die Stimmung bislang noch nicht so gut, was sicher auch mit der aktuellen Coronalage zusammenhängt. In der Vorrunde waren allerdings noch sehr viele Fans und Familien aus Deutschland dabei und haben uns tatkräftig unterstützt. Jetzt sind wir einfach gespannt, wie voll die Halle tatsächlich sein wird und wie sehr die Zuschauer gegen uns sein werden, wenn wir auf die Spanierinnen treffen. (Björn Mahr)

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