Wurden „Fans“ eingekauft?

Olympia: Los Angeles und Paris streiten über Facebook-„Likes“

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Der französische Premierminister Bernard Cazeneuve will die Olympischen Spiele 2024 in Paris ausrichten. 

Paris - Zwischen den beiden Bewerberstädten für die Olympischen Sommerspiele 2024 ist ein Streit über „Likes“ bei Facebook ausgebrochen. 

Los Angeles beschuldigt Paris, Gerüchte lanciert zu haben, wonach LA die Sympathiebekundungen bei dem populären Sozialen Netzwerk eingekauft habe.

Der französische Radiosender RTL hatte berichtet, das Bewerbungskomitee der Amerikaner habe Internet-Agenturen beauftragt, "Likes" für das Projekt einzukaufen. Auf der Präsentation am Dienstag beim SportAccord in Aarhus/Dänemark kündigte LA an, der erste Olympia-Bewerber mit mehr als 100 Millionen Facebooks-Fans zu sein.

"Das ist kein Zufall, dass diese Geschichte aus Paris kommt", sagte Jeff Millman, Sprecher von LA 2024, und wies die Vorwürfe zurück. Man habe lediglich Werbung für die Kampagne bei Facebook gekauft, hieß es.

Kurios: Enormer „Likes“-Zuwachs in Pakistan und Bangladesch

In dem Bericht war die Rede von einem auffälligen Anstieg von LA-Fans bei Facebook. So habe sich die Anzahl der Sympathisanten von Ende 2016 (200.000) bis April 2017 (über eine Million) enorm erhöht. Dabei habe es zuletzt kurioserweise in Ländern wie Pakistan oder Bangladesch enormen Zuwachs gegeben.

"Wir haben in den USA nur noch wenig Facebook-Werbung gemacht, seitdem die internationale Promotion am 3. Februar begonnen hat", sagte Millman. Werbung via Facebook sei in Ländern, in denen es weniger Wettbewerb von anderen Marken gibt, effizienter.

Die Pariser Bewerbung ging auf die Vorwürfe nicht direkt ein. "Dieser Wettbewerb muss sich an die Regeln von Fair Play halten, man muss respektvoll miteinander umgehen", sagte Anne Hidalgo, Bürgermeisterin von Paris.

SID

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