Eiskunstlauf-Traumpaar möglicherweise vor dem Ende

Olympiasieg, WM-Titel, Baby? Savchenko liebäugelt mit "Kufenrente"

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Aljona Savchenko und Bruno Massot bei der Kür in der Gangneung Ice Arena bei Olympia 2018.

Olympia-Gold, Weltmeistertitel - und dann ein Baby? Die Welttitelkämpfe in Mailand könnten der letzte gemeinsame Wettkampf-Auftritt der Olympiasieger Aljona Savchenko und Bruno Massot sein.

Hamburg - Für Aljona Savchenkos Ehemann Liam Cross ist der Fall klar. "Er sagt, mach' mir ein Kind, dann kannst du noch so lange Eislaufen, wie du willst", beschreibt die Paarlauf-Olympiasiegerin im ARD-Interview die Lebensplanung ihres Gatten mit einem Lächeln. Doch über die Zukunft, sowohl sportlich als auch privat, will die 34-Jährige zusammen mit Eispartner Bruno Massot erst nach einem Urlaub im April entscheiden.

Exakt fünf Wochen nach dem olympischen Goldtriumph mit der Traumkür von Pyeongchang geht es für das Oberstdorfer Duo ab Mittwoch in Mailand um den ersten gemeinsamen Weltmeistertitel. Und die Chancen stehen gut, denn sowohl die Titelverteidiger Sui Wenjing und Hang Con aus China als auch die kanadischen Olympiadritten Meagan Duhamel und Eric Radford stehen in der lombardischen Metropole nicht auf der Teilnehmerliste.

Savchenko vor WM: „Olympia-Sieg gibt mir noch mehr Energie“

Aber der Ehrgeiz der gebürtigen Ukrainerin ist ungebrochen, Krankheiten und Müdigkeit hat die Blondine in Korea zurückgelassen: "Die Olympiakür war das Beste, was wir je gemacht haben. Mir gibt dieser Sieg noch mehr Energie." Massot ist nicht ganz so weit. "Mein Körper ist immer noch ein bisschen müde, aber wir werden auf dem Eis kämpfen", verspricht der 29-Jährige.

Schließlich geht es für ihn auch um die Familienehre, denn einige seiner Verwandten leben in Italien und kommen als Zuschauer aus dem nahe gelegenen Turin angereist. Massot: "Ich werde Familienmitglieder treffen, die ich seit 15 Jahren nicht mehr gesehen habe."

Aljona Savchenko und Bruno Massot mit ihren olympischen Goldmedaillen.

Keine Motivationsprobleme bei seinem Schützlingen erwartet Trainer Alexander König. "Aljona und Bruno haben den Schalter gefunden, um von Olympia auf null zu switchen. Sie sind bereit, wissen aber auch, dass sie keinen Vorsprung haben und wieder von vorn beginnen müssen", sagt der Erfolgscoach, dem Savchenko "75 Prozent unseres Erfolges" zuschreibt.

Fit gehalten haben sich die "Sportler des Monats" im Februar unter anderem mit zehn Auftritten bei der Eisshow "Art on Ice." Der Schweizer Oliver Höner, Erfinder dieser renommierten Gala-Serie, kümmert sich seit kurzem als Manager um Savchenko/Massot.

Hocke und Blommaert wollen aus dem Schatten der Olympia-Sieger treten

Vielleicht letztmals im Schatten der Olympiasieger wollen die Olympia-16. Annika Hocke und Ruben Blommaert (Berlin/Oberstdorf) erneut das Kürfinale im Paarlauf erreichen. Dieses Ziel hat auch der deutsche Meister Faul Fentz aus Berlin, der in der Gangneung Ice Arena als 22. unter seinen Möglichkeiten geblieben war.

Eine deutliche Steigerung erwartet DEU-Mannschaftsleiter Martin Skotnicky, in Personalunion auch Eistanz-Bundestrainer, von den deutschen Meistern Kavita Lorenz und Joti Polizoakis, die beiden Oberstdorfer kehrten mit Rang 16 aus Fernost zurück. Auch die EM-Zehnte Nicole aus Essen hat nach ihrem 18. Platz in Pyeongchang noch Luft nach oben.

Das WM-Aufgebot der Deutschen Eislauf-Union (DEU)

Paarlauf: Aljona Savchenko/Bruno Massot (Oberstdorf), Annika Hocke/Ruben Blommaert (Berlin/Oberstdorf).

Eistanz: Kavita Lorenz/Joti Polizoakis (Oberstdorf).

Herren: Paul Fentz (Berlin).

Damen: Nicole Schott (Essen).

SID

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