DFB-Pokal: Mainz, wie es stolpert und patzt

Mainzer überlistet Mainzer: Torwart René Adler kommt nicht mehr an den Ball, den Verteidiger Alexander Hack (links) aufs Tor gebracht hatte, und Frankfurt geht mit 2:0 in Führung. Foto:  dpa

Eintracht Frankfurt und der FC Schalke ziehen ins Halbfinale des DFB-Pokals ein. Unsere Schnellcheck-Konferenz:

Viertelfinale im DFB-Pokal, zweiter Teil. Ein Abend, der nicht so torreich und spektakulär war wie der Fußballabend zuvor. Eintracht Frankfurt bedankt sich beim FSV Mainz für die Geschenke und gewinnt 3:0. Auch der FC Schalke steht nach einem 1:0 gegen den VfL Wolfsburg im Halbfinale. Unsere Schnellcheck-Konferenz:

Hat die Eintracht nach dem 0:3 in Augsburg Wiedergutmachung betrieben?

Hat sie. Allerdings mit freundlicher Unterstützung der Gäste. Einen Tag vor Weiberfastnacht dürfte den Mainzer Fans die Lust auf Karneval kurzzeitig vergangen sein. Passend zur fünften Jahreszeit hätte der Abend auch diesen Titel tragen können: „Mainz, wie es stolpert und patzt“. Warum? Darum: Erstens, ein Stolperer von FSV-Torwart René Adler (17. Minute) - der Nutznießer hieß Ante Rebic. Zweitens, ein Eigentor von Verteidiger Alexander Hack (53.). Und drittens, noch ein böser Schnitzer von Hack, den Omar Mascarell per herrlichem Lupfer über Adler hinweg zum 3:0-Endstand verwertete (62.). Unglaublich, das hatte schon was von Slapstick, was die Mainzer da fabrizierten. Zu allem Übel sah Danny Latza nach einem Frustfoul auch noch die Rote Karte. Also nichts mit Narrhallamarsch.

Wie lief dieses Viertelfinale zwischen den Nachbarn?

!Sehr einseitig. Die Eintracht begann stark, hatte in der Anfangsphase mehrere Möglichkeiten durch Marius Wolf (6.), Rebic (9.) und Marco Russ (11.). Gegen eine disziplinierte Frankfurter Defensive blieben die Mainzer in der ersten Hälfte ohne zwingende Chance. Nach Wiederanpfiff investierten die Gäste mehr. Doch dann kam der zweite Patzer und der 0:2-Dämpfer. Insgesamt war es zu wenig, was die Rheinhessen boten.

Gab es eine Szene des Abends in Frankfurt?

!Mal abgesehen von den Slapstick-Einlagen - ja, da gab es eine Szene mit Seltenheitswert. Als bei einer Ecke Mainzer Fans Kamelle in Richtung von Eintracht-Spieler Wolf warfen (10.), hob der Unparteiische Deniz Aytekin ein Bonbon auf und steckte es sich in den Mund. Da wurde im FSV-Block noch kräftig gesungen. Hauptsache, Aytekin hat’s geschmeckt. Helau.

Apropos Patzer: Musste sich Schalkes Ralf Fährmann ärgern wie gegen Bremen?

!Der Torwart der Königsblauen hatte in der 24. Minute Glück, als Wolfsburgs Yunus Malli nur die Latte traf. Ansonsten gab es nicht wirklich viel zu tun für Schalkes Schlussmann. Beide Teams boten wenig Spektakel. Sagen wir es so: Strafraumszenen hätten diesem Spiel gutgetan. Je länger die Partie dauerte, desto mehr nahm das Niveau ab. Wolfsburg muss sich den Vorwurf gefallen lassen, nach dem Rückstand durch Guido Burgstaller (10.) zu wenig für die Offensive getan zu haben. Immerhin: Die befürchtete Nullnummer wurde es nicht. Eine Verlängerung hätten weder die Fans im Schalker Stadion bei Minusgraden noch die TV-Zuschauer verdient gehabt.

Wem haben die Schalker den Einzug ins Halbfinale zu verdanken?

Burgstaller natürlich. Zurück in der Startelf, schloss der Österreicher den einzig sehenswerten Angriff ab. Ein Konter. Marko Pjaca passte im richtigen Moment, Burgstaller zog in den Strafraum, tanzte erst Bruma und guckte dann Keeper Casteels aus - 1:0 für Schalke. Es sollte der Treffer des Abends sein.

Wie waren die Live-Übertragungen im Fernsehen?

Da gab’s nichts zu meckern. Sky-Kommentator Martin Groß bezeichnete das Duell in Frankfurt als Nachbarschafts-Gekabbel. Ein schönes Bild. ARD-Mann Steffen Simon sagte über den seifigen Rasen in der Veltins-Arena: „Im Winter ist kein Golfplatz zu erwarten.“ Das machte die Partie aber auch nicht besser.

Und wie geht es jetzt weiter im DFB-Pokal?

Die Halbfinal-Paarungen werden am Sonntag ausgelost während der ARD-Sportschau ab 18 Uhr. Übertragen wird live aus dem Fußballmuseum in Dortmund.

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