Radsport

Dopinggerüchte: Sky-Teamchef Brailsford räumt Fehler ein

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Die Sportler des britischen Rad-Teams Sky beim Rennen Paris-Nice am 5. März 2017.

London - Teamchef David Brailsford hat erstmals Verfehlungen im Umgang mit den Dopinggerüchten beim britischen Radsport-Profiteam Sky eingeräumt. Er äußerte sich in einem öffentlichen Brief.

"Selbstverständlich haben die Ereignisse der letzten Monate Bereiche hervorgehoben, in denen Fehler vom Team Sky gemacht wurden", schrieb der umstrittene Boss der Equipe, die seit 2012 viermal die Tour de France gewonnen hat, in einem vom Team veröffentlichten Brief.

Im Zentrum der Kontroverse steht eine fragwürdige Medikamentenlieferung aus dem Jahr 2011 an den damaligen Sky-Kapitän Bradley Wiggins. Der inzwischen zurückgetretene Tour-Sieger von 2012 hatte die öminöse Sendung vor knapp sechs Jahren am letzten Tag des Critérium du Dauphiné erhalten. Sie soll laut Sky den Hustenlöser Fluimucil enthalten haben. An dieser Version gibt es allerdings Zweifel, denn das Mittel ist auch in Frankreich rezeptfrei erhältlich. 

Die britische Anti-Doping-Agentur UKAD ermittelt gegen Sky und den nationalen britischen Radsportverband British Cycling. Brailsford rechtfertigte sich nun damit, dass die von Sky genutzte Form und Dosierung von Fluimucil seines Wissens so nicht in Frankreich erhältlich gewesen sein soll. Die Diskussionen über die Lieferung hingegen seien nur ein "Missverständnis". Brailsford schrieb weiter: "Durch die Fehler einzelner Mitarbeiter waren wir nicht in der Lage, der UKAD die vollständigen Datensätze zu liefern." Sky-Profi Geraint Thomas stärkte zwar Brailsford den Rücken, griff allerdings seinen Ex-Kollegen Wiggins an. Dieser könne nach seinem Rücktritt "gemütlich sein Leben führen, während wir hier stehen und diese Fragen beantworten müssen, obwohl wir nichts damit zu tun haben. Das ist nervig!" 

SID

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