"Ich war ein Sklave der Pillen"

Radsportler Paolini räumt Drogenmissbrauch ein

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Der Radsportler Luca Paolini.

Rom - Der bei der diesjährigen Tour de France positiv auf Kokain getestete italienische Radprofi Luca Paolini hat massive Drogenprobleme eingeräumt.

Der bei der diesjährigen Tour de France positiv auf Kokain getestete italienische Radprofi Luca Paolini hat massive Drogenprobleme eingeräumt. In einem Interview mit der Gazzetta dello Sport gestand der 38-Jährige nicht nur den regelmäßigen Kokain-Konsum, sondern räumte auch eine Schlaftabletten-Abhängigkeit ein. „Ich war ein Sklave der Pillen“, sagte Paolini.

Die positive Probe war Paolini am 7. Juli im Rahmen der vierten Tour-Etappe nach Cambrai entnommen worden. Das Teilstück, das unter anderem über die Kopfsteinpflaster von Paris-Roubaix führte, hatte der Deutsche Tony Martin (Cottbus/QuickStep) gewonnen und damit das Gelbe Trikot erobert. Paolini beendete die Etappe auf dem 172. Rang.

Nach Bekanntwerden des Befundes hatte der diesjährige Sieger des Klassikers Gent-Wevelgem die Tour verlassen müssen. Der Fall ist beim Anti-Doping-Tribunal des Radsport-Weltverbandes UCI anhängig, eine Sperre käme Paolinis Karriereende gleich.

„Ich weiß nicht, ob ich noch einmal die Chance erhalte, mir eine Startnummer an den Rücken zu heften“, sagte Paolini, der nach dem positiven Test eine Entziehungskur begonnen hatte.

SID

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