Serie des Scheiterns

Red Bull Salzburg verpasst zum elften Mal Sprung in die Champions League

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Große Leere: Munas Dabbur von Red Bull Salzburg sitzt nach dem Unentschieden gegen Roter Stern Belgrad niedergeschlagen auf dem Rasen. Zum elften Mal scheiterten die Österreicher bei der Qualifikation für die Champions League.  

Es klingt wie ein schlechter Fußball-Scherz, aber es ist wirklich wahr: Nach einem 0:0 im Hinspiel ist Red Bull Salzburg am Mittwochabend zum elften Mal in der Champions-League-Qualifikation gescheitert. 

Den Traum von der Königsklasse dürften die Spieler bald auswendig kennen, so oft haben sie ihn geträumt. Jetzt ist er wieder geplatzt. Und diesmal tut es besonders weh. Denn bis zur Pause sieht es im Duell gegen Roter Stern Belgrad richtig gut aus. Mehr als eine Stunde lang dominieren die roten Bullen klar. Durch den Doppeltorschützen Munas Dabbur steht es zur Pause verdient 2:0. 

Doch dann das Unglaubliche: Innerhalb von 77 Sekunden trifft der komorische Spieler El Fardou Ben Nabouhane von Roter Stern Belgrad zweimal. Die Auswärtstorregelung sorgt dafür, dass das Unentschieden das elfte Aus für Salzburg bedeutet.

Die Serie des Scheiterns:

2006 gegen FC Valencia:Nach dem 1:0-Sieg hoffen die Roten Bullen noch stark. Doch die 0:3-Pleite im Rückspiel beschert ihnen das erste Aus in einer CL-Qualifikation.

2007 gegen Schachtar Donezk:Wieder siegt Red Bull Salzburg 1:0 im Heimspiel. Und wieder müssen sie ihre Champions-League-Träume im nächsten Spiel (1:3) letztlich dann doch begraben.

2009 gegen Maccabi Haifa:Das Hinspiel verlieren die Österreicher 1:2. Im Rückspiel kassieren sie – wer hätte es gedacht – eine 0:3-Pleite.

2010 gegen Hapoel Tel Aviv:Nach einer 2:3-Niederlage im heimischen Stadion dürfen die Roten Bullen im Rückspiel zunächst hoffen. Lange liegen sie mit 1:0 in Führung. Und dann: Ausgleich. Wieder nichts.

2012 gegen F91 Düdelingen: 2011 waren die Salzburger wie drei Jahre zuvor gar nicht dabei. 2012 wird ähnlich peinlich wie dieses Jahr: Nach einer 0:1-Niederlage im Hinspiel gewinnt Salzburg mit 4:3 im zweiten Anlauf. Die Auswärtstorregel macht der Mannschaft aber erneut einen Strich durch die Rechnung.

• 2013 gegen Fenerbahce Istanbul: Unentschieden im Hinspiel (1:1). Drei Gegentore im Rückspiel (1:3). Das Scheitern in der Champions-League-Qualifikation wird so langsam zur Tradition.

2014 und 2015 gegen gegen Malmö FF:Red Bull Salzburg siegt zunächst 2:1, verliert aber 0:3 im zweiten Spiel. Und weil es so schön war, gleich nochmal: Mit einem 2:0-Sieg im Hinspiel ist die Chance auf die Champions League 2015 so groß wie nie. Aber stimmt ja, da sind ja die obligatorischen drei Gegentore im Rückspiel. 0:3. Wieder raus.

• 2016 gegen Dinamo Zagreb:So knapp war es wirklich noch nie. Nach einem 1:1 im Hinspiel steht es im Rückspiel bis kurz vor Schluss 1:0 für die Österreicher. Wie konnten sie da tatsächlich noch zwei Gegentore kassieren?

• 2017 gegen HNK Rijeka: Unentschieden ist eben nicht genug. 1:1 im Hinspiel. 0:0 im Rückspiel. Die Auswärtstorregel bricht den Salzburgern wieder das Genick.

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