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100 Kilometer bis zum Derby für Eintracht Baunatal

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Der Baunataler Paul Gbur setzt sich in dieser Szene aus dem Jahr 2019 gegen die Northeimer Abwehr durch. Rechts außen Philipp Hempel, der später zur Eintracht wechselte.
Der Baunataler Paul Gbur setzt sich in dieser Szene im November 2019 gegen die Northeimer Abwehr durch. Rechts außen Philipp Hempel, der später zur Eintracht wechselte. © Stefan Barbeln

Derbys sind ja bekanntlich Nachbarschaftsduelle. Da muss man nicht so weit reisen, aber meistens kommen mehr Zuschauer, und die Brisanz der Begegnung ist eine andere. Letzteres gilt auch für das Aufeinandertreffen der beiden Handball-Drittligisten GSV Eintracht Baunatal und Northeimer HC an diesem Samstag (Stadionsporthalle Einbeck, 18 Uhr). Etwas anders fassen muss man allerdings den Begriff des Derbys in Hinblick auf die Entfernung: Rund 100 Kilometer müssen die Baunataler Handballer in Angriff nehmen. Für die Eintracht ist die Entfernung dennoch wenig im Vergleich zu den Strecken, die sonst bei Auswärtsspielen in der Staffel Ost zurückzulegen sind.

„Das ist schon ein spezielles Spiel mit Derby-Charakter“, sagt Baunatals Trainer Dennis Weinrich vor dem Spiel. Auch eine gewisse Rivalität sei aus früheren Punkt- und Vorbereitungsspielen auf alle Fälle gegeben.

Durchaus eine wichtige Rolle spielt das Niedersachsen-Hessen-Duell aber auch beim Northeimer HC. Als Elfter der Tabelle hofft das Team von HC-Trainer Jürgen Bätjer natürlich auf Punkte gegen die Abstiegsgefahr. In das Spiel am Samstag gehen die Teams mit unterschiedlichen Ergebnissen aus dem letzten Spieltag. Während sich der NHC nach ausgeglichener erster Hälfte in Aue doch deutlich 23:32 geschlagen geben musste, landete die Eintracht einen 33:27-Heimsieg über den Vorletzten Bayreuth. Damit hat der Neunte bereits fünf Zähler Vorsprung auf Northeims Handballer.

Die stehen bis zum Jahreswechsel vor bedeutsamen Wochen. Gegen Baunatal, Werder und die Füchse Berlin II sollen idealerweise sechs Punkte her, um den Abstand nicht zu groß werden zu lassen. „Wir haben gegen jede Mannschaft eine Idee und spielen ein klares System.“ In der Deckung stehe man ordentlich. Die Torhüterleistung stimme. „Aber manchmal sind wir mit dem Ball zu naiv, treffen häufig nicht die richtigen Entscheidungen. Und im Abschluss sind wir nicht von allen Positionen konsequent genug.“

Das soll sich gegen Baunatal ändern. „Das ist ein Derby. Und die erste Regel in einem Derby ist: Das verliert man nicht“, schreibt Northeims Trainer seinen Schützlingen ins Stammbuch. „Der Gegner verfügt über viele gute Einzelspieler. Die müssen wir in Schach halten.“

Namentlich gelte das für Marvin Gabriel, Phil Räbiger und Kevin Trogisch. „Das ist schon eine starke Rückraumreihe. Auch die Außen sind sehr erfahren und spielen schon lange höherklassig“, warnt Bätjer.

Eintracht-Trainer Dennis Weinrich dagegen warnt seine Mannschaft vor dem gut besetzten Northeimer Rückraum: „Northeim kann mit zwei Zwei-Meter-Spielern aus dem Rückraum gefährlich werden. Wenn dann unsere Deckung zu weit nach vorn läuft, bekommt der gegnerische Kreisläufer mehr Raum – darauf werden wir achten müssen.“

Zudem wünscht sich Weinrich noch eine Steigerung der Torhüterleistung und hofft erneut auf einen starken Kader, dem in den vergangenen Tagen eine Schwächung drohte: Max Bieber, Leo Helbing, Marcel Lohrbach und auch die Leistungsträger Felix Geßner und Marvin Gabriel waren angeschlagen. (Martin Scholz)

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