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20:33-Klatsche in Bad Hersfeld: VfL Wanfried lässt im Kampf um Platz drei Federn

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Von: Kristina Marth

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Ein gebrauchter Tag: Wie hier beim Torabschluss des Hersfelders Marc Förtsch hatten die Wanfrieder (von links, in Rot) Miroljub Petkovic, Milos Milosavljevic und Johannes Susebach häufig das Nachsehen am Samstag.
Ein gebrauchter Tag: Wie hier beim Torabschluss des Hersfelders Marc Förtsch hatten die Wanfrieder (von links, in Rot) Miroljub Petkovic, Milos Milosavljevic und Johannes Susebach häufig das Nachsehen am Samstag. © Stefan Kost-Siepl

Der VfL Wanfried hat das Gastspiel in der Handball-Landesliga beim TV Hersfeld deutlich mit 20:33 (13:20) verloren - ein herber Rückschlag im Kampf um die Aufstiegsrunde.

Bad Hersfeld – Verbergen konnten Trainer Stefan Schröder und seine Spieler ihre Enttäuschung am Samstagabend nicht. Das Landesliga-Gastspiel beim Tabellenvorletzten TV Hersfeld hatten sich die Handballer des VfL Wanfried anders vorgestellt. Nach einem schwachen Auftritt verloren sie 20:33 (13:20) – und ließen zwei wichtige Zähler im Kampf um die Aufstiegsrunde liegen.

Auf beiden Seiten hätte im Vorfeld wohl niemand mit solch einem klaren Ergebnis gerechnet. Doch die Hersfelder zeigten am Samstagabend eine bärenstarke erste Hälfte und gewannen das Spiel auch in dieser Höhe verdient.

Beide Teams fanden recht gut in die Partie und lieferten sich eine Anfangsphase auf Augenhöhe. Nach neun Minuten lagen die Gastgeber erstmals mit zwei Treffern vorn (6:4) und fortan schien ihnen so ziemlich alles zu gelingen.

In der Abwehr agierten sie aufmerksam und sicher und der Angriff funktionierte sowohl im gebundenen Spiel als auch durch schnelle Treffer. Der Lohn waren zahlreiche aus ihrer Sicht schöne Tore – bis zur 26. Minute zogen sie auf 19:9 davon.

Wanfried bietet Bad Hersfeld viel zu viel Raum

Die Gäste dagegen konnten in dieser Phase nicht viel erwidern und wussten unterm Strich nicht zu überzeugen. Vorm eigenen Tor boten sie dem TVH häufig zu viel Raum und auf der Gegenseite blieben sie beim Zug zum oder Anspielversuchen an den Kreis häufig in der Hersfelder Abwehr hängen.

Daneben kam ein wenig Pech im Abschluss hinzu: Allein in der ersten Hälfte trafen sie dreimal Latte oder Pfosten.

In den Schlussminuten der ersten und direkt zu Beginn der zweiten Halbzeit war dann immerhin ein kleines Aufbäumen des VfL zu spüren. Von 19:9 arbeitete er sich bis auf 20:14 (32.) heran – zu mehr aber sollte es an diesem Tag nicht reichen.

Nach einigen Fehlern auf beiden Seiten direkt nach dem Start in Hälfte zwei zeigte sich auf dem Spielfeld nach und nach ein ähnliches Bild wie in Durchgang eins.

Die Wanfrieder standen in der Deckung nun zwar offensiver und setzten den TVH verstärkt unter Druck. Dieser aber nutzte trotzdem seine Chancen und stellte, gestützt auf seinen starken Keeper, den alten Zehn-Tore-Vorsprung (43.) wieder her.

Schröder: „Haben es nicht als Arbeitsspiel angenommen“

Am Ende konnten sich die Gastgeber sogar noch weiter absetzen, denn egal, wen TV-Hersfeld-Coach Christian Weiß brachte, es kam kein Bruch ins Spiel. Entsprechend war der Trainer hinterher zufrieden und stolz auf sein gesamtes Team.

„Natürlich bin ich an so einem Abend froh, das war eine super geschlossene Mannschaftsleistung“, sagte er und lobte eine prima Torhüterleistung, gute Gegenstöße und das gebundene Spiel. „Wir sind endlich mal wieder in die Gänge gekommen – und: Wir haben die Abwehr des Todes gespielt.“

Ganz anders sein Gegenüber Stefan Schröder, der seine Enttäuschung nicht verbergen konnte. „Wir haben so gespielt, wie wir trainiert haben und es einfach nicht als Arbeitsspiel angenommen“, meinte der Wanfrieder Trainer nach dem Spiel.

„Wir hatten keinen Biss, haben in den Zweikämpfen zu schwach gestanden, in der Abwehr nicht zugefasst und hatten eklatante Abschlussschwächen.“ Ein jeder müsse sich nun hinterfragen. Die Einstellung habe nicht gestimmt.

TV Hersfeld - VfL Wanfried 33:20 (20:13)

TV Hersfeld: Wasem, Kürten - Krause (1), Förtsch (5), Remenski (2), Koch (1), Petersen (4), Kepert, Becker (1), Wiegel (3), Krause (11/3), Thole (4/1), Berger (1).

VfL Wanfried: Degenhardt, Harseim - Milosavljevic (4/1), Küstner (4/1), Susebach (3), Bley (4/1), Petkovic (2), Nemenco, Dietzel (1), Wehr, Malcherek (1), Gücking (1).

Schiedsrichter: A. Rudolph/J. Rudolph (Zierenberg).

Zuschauer: 200.

Spielfilm: 4:4 (7.) – 8:5 (13.) – 12:6 (17.) – 16:8 (22.) – 19:10 (26.) – 20:13 (30.) – 22:14 (37.) – 25:15 (43.) – 28:18 (50.) – 30:19 (56.) – 33:20 (60.).

(Kristina Marth)

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