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30 Minuten zum Vergessen: Eschweger TSV verliert 29:36 gegen Fuldatal

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Von: Maurice Morth

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Die Enttäuschung war dem Eschweger TSV nach dem Spiel ins Gesicht geschrieben: (von links) Christian Löbens, Fabian Otto, Mike Guthardt und Bojan Manojlovic.
Die Enttäuschung war dem Eschweger TSV nach dem Spiel ins Gesicht geschrieben: (von links) Christian Löbens, Fabian Otto, Mike Guthardt und Bojan Manojlovic. © Maurice Morth

Verschlafen haben die Handballer des Eschweger TSV die erste Hälfte im Landesliga-Heimduell gegen die HSG Fuldatal/Wolfsanger. Eine Bürde, die nicht mehr aufzuholen war.

Eschwege – Wer Eschweges Christian Löbens kennt, der weiß, mit viel Leidenschaft der Handballtrainer seine Mannschaft von der Seitenlinie aus antreibt. Wenn selbst er allerdings wie versteinert am Spielfeldrand steht, dann muss etwas gehörig schief laufen – und das tat es bei der 29:36-(12:19)-Heimniederlage des ETSV gegen die HSG Fuldatal/Wolfsanger in der Landesliga am Samstag vor allem in der ersten Hälfte auch.

Lange Liste Eschweger Unzulänglichkeiten

Viele technische Fehler, Ideenlosigkeit und schlechte Abschlüsse im Angriff, keinerlei Zugriff in der Abwehr: Die Liste der Unzulänglichkeiten war lang bei den Eschwegern, die gegen den Tabellenführer in der Heuberghalle bereits nach 16 Minuten mit 4:11 im Hintertreffen waren.

„Ich fand die erste Halbzeit katastrophal. Es ist genau das eingetreten, was ich den Jungs vor dem Spiel gesagt habe: Wenn wir in der Abwehr nicht aggressiv schieben und Fuldatal keinen Körperkontakt ab sieben Metern geben, kriegen wir Probleme. Vorne wollten wir den Gegner nicht anprellen, haben aber genau das gemacht. Zwischenzeitlich dachte ich, ich bin im falschen Film“, so Löbens über die erste Hälfte, die gegen ein starkes Fuldatal, das den Ball im Angriff gut laufen ließ und den ersten eigenen technischen Fehler erst kurz vor der Halbzeit fabrizierte, mit einem Sieben-Tore-Rückstand endete (12:19).

Kurzes Hoffen in der zweiten Hälfte

Wesentlich besser kamen die Dietemänner aus der Kabine: Nach zwei schnellen Toren von Philipp Haaß war der ETSV in der 40. Minute wieder auf 20:23 herangerückt. Gästetrainer Jendrik Janotta sah sich früh gezwungen, der nun steigenden Anzahl technischer Fehler seiner Mannschaft mit einer Auszeit entgegenzuwirken.

Und das fruchtete: Ein Vier-Tore-Lauf durch Treffer von Maximilian Simon (2), Fynn Welch und Lennart Hubenthal brachte Fuldatal wieder mit 27:20 in Führung (46.). Ein Vorsprung, der aus Eschweger Sicht vor allem im Hinblick auf die schlechten ersten 30 Minuten eine zu große Hypothek und bis zur Schlusssirene nicht mehr aufzuholen war.

„Wir verlieren das Spiel wegen der Tore, die wir in den 13 Minuten, in denen wir gepennt haben, kassiert haben. 36 Gegentore zu Hause sind viel zu viel, das holst du dann auch nicht mehr auf“, so Eschweges Trainer Christian Löbens, der nach der Begegnung bereits auf der Suche nach positiven Aspekten war und schon das schwierige Auswärtsspiel in Hünfeld im Blick hatte: „Die Moral war in der zweiten Hälfte dann da. Du kommst noch mal ran, aber dann merkst du halt die Abgezocktheit von Fuldatal.“

Im Hinblick auf den weiteren Saisonverlauf müsse seine Mannschaft die erste Halbzeit nun schnell aus den Köpfen kriegen, die Fehler aufarbeiten und an die Einstellung in den zweiten 30 Minuten anknüpfen. (Maurice Morth)

Eschweger TSV - HSG Fuldatal/Wolfsanger 29:36 (12:19).

ETSV: Medrea, Gogolla - Biertümpfel, Smeu 3/1, Otto 11/4, Manegold, Jänsch 1, Guthardt 5, Haaß 7/1, Manojlovic 2.

Fuldatal: Schäfer, Huth - Witzel 1, Pforr 1, Simon 7, Hubenthal 1, Welch 3, Scholz 5, Barth 2, Gericke 1, Kolata 5, Geißner, Wolk 6/5, Helbing 4.

Zuschauer: 150.

Schiedsrichter: Hildebrand/Loll (Fulda/Vogelsberg).

Spielfilm: 1:6 (10.) – 4:10 (15.) – 8:16 (25.) – 12:19 (30.) – 15:21 (35.) – 20:23 (40.) – 20:27 (46.) – 23:30 (51.) – 26:30 (54.) – 29:36 (60.).

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