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TV Hersfeld feiert Kantersieg

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Von: Kristina Marth

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Marc Förtsch vom TV Hersfeld beim Wurf, seine Mitspieler Kay Becker und Mark Petersen sowie einige Gegenspieler des VfL Wanfried schauen zu.
Durchgesetzt: So gut aufgelegt wie hier Marc Förtsch (beim Wurf) präsentierten sich die Hersfelder (links Kay Becker, hinten Mark Petersen) am Samstagabend immer wieder. Die Wanfrieder konnten oft nur zusehen. © Stefan Kost-Siepl

Nicht einmal die kühnsten Optimisten hätten im Vorfeld mit solch einem klaren Ergebnis gerechnet, doch der TV Hersfeld zeigte am Samstagabend, was er kann. In der Handball-Landesliga gewann er gegen den VfL Wanfried 33:20 (20:13) . Ein klarer Sieg – auch in dieser Höhe verdient.

Bad Hersfeld – Als TVH-Trainer Christian Weiß in der 48. Minute eine Auszeit nimmt, ist Kapitän Sven Wiegel nicht mehr zu halten. Mit nach oben gerissenen Armen springt er von der Reservebank auf, um seine Mannschaftskameraden abzuklatschen. Wiegel weiß: Sein Team wird das Spiel an diesem Abend gewinnen. Und zwar ganz deutlich: Der TV Hersfeld bezwingt den VfL Wanfried mit 13 Toren Unterschied.

Beide Teams fanden recht gut in die Partie und lieferten sich eine Anfangsphase auf Augenhöhe. Nach neun Minuten lagen die Gastgeber erstmals mit zwei Treffern vorn (6:4) und fortan schien ihnen so ziemlich alles zu gelingen. In der Abwehr agierten sie aufmerksam und sicher und der Angriff funktionierte sowohl im gebundenen Spiel als auch durch schnelle Treffer. Der Lohn waren zahlreiche aus ihrer Sicht schöne Tore – bis zur 26. Minute zogen sie auf 19:9 davon.

Die Gäste dagegen konnten in dieser Phase nicht viel erwidern und wussten unterm Strich nicht zu überzeugen. Vorm eigenen Tor boten sie dem TVH häufig zu viel Raum und auf der Gegenseite blieben sie beim Zug zum oder Anspielversuchen an den Kreis häufig in der Hersfelder Abwehr hängen. Daneben kam ein wenig Pech im Abschluss hinzu: Allein in der ersten Hälfte trafen sie dreimal Latte oder Pfosten. In den Schlussminuten der ersten und direkt zu Beginn der zweiten Halbzeit war dann immerhin ein kleines Aufbäumen des VfL zu spüren. Von 19:9 arbeitete er sich bis auf 20:14 (32.) heran – zu mehr aber sollte es an diesem Tag nicht reichen.

Nach einigen Fehlern auf beiden Seiten direkt nach dem Start in Hälfte zwei zeigte sich auf dem Spielfeld nach und nach ein ähnliches Bild wie in Durchgang eins. Die Wanfrieder standen in der Deckung nun zwar offensiver und setzten den TVH verstärkt unter Druck. Dieser aber nutzte trotzdem seine Chancen und stellte, gestützt auf seinen starken Keeper, den alten Zehn-Tore-Vorsprung (43.) wieder her. Am Ende konnten sich die Gastgeber sogar noch weiter absetzen, denn egal, wen Christian Weiß brachte, es kam kein Bruch ins Spiel. Entsprechend war der Trainer hinterher zufrieden und stolz auf sein gesamtes Team.

„Natürlich bin ich an so einem Abend froh, das war eine super geschlossene Mannschaftsleistung“, sagte er und lobte eine prima Torhüterleistung, gute Gegenstöße und das gebundene Spiel. „Wir sind endlich mal wieder in die Gänge gekommen – und: Wir haben die Abwehr des Todes gespielt.“ Ganz anders sein Gegenüber Stefan Schröder, der seine Enttäuschung nicht verbergen konnte. „Wir haben so gespielt wie wir trainiert haben und es einfach nicht als Arbeitsspiel angenommen“, meinte er. „Wir hatten keinen Biss, haben in den Zweikämpfen zu schwach gestanden, in der Abwehr nicht zugefasst und hatten eklatante Abschlussschwächen.“ Ein jeder müsse sich nun hinterfragen. Die Einstellung habe nicht gestimmt.

TV Hersfeld: Kepert, Kürten, Wasem - B. Krause (1), Förtsch (5), Remenski (2), Koch (1), Petersen (4), Becker (1), Wiegel (3), A. Krause (11/3), Thole (4/1), Berger (1)

VfL Wanfried: Degenhardt, Harseim - Milosaljevic (4/1), Küstner (4/1), Susebach (3), Bley (4/1), Petkovic (2), Nemenco, Dietzel (1), Wehr, Malcherek (1), Gücking (1)

SR: Andreas Rudolph/Jens Rudolph (Zierenberg)

Z: 200

Siebenmeter: 4/4 - 3/4

Zeitstrafen: 6 min - 8 min

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