3. Handball-Liga: Münden bringt Ex-Zweitligist Gensungen/Felsberg erste Heimniederlage bei

40:39 – TG stürmt die Hölle-Nord

Singen mit den Fans: Nach dem Spiel feiern (vorn von links) Arne Endig, Oliver Tesch, Virginius Petrauskas und Till Riehn. Foto: Mai

Gensungen. Mit 40 Treffern stürmten die Handballer der TG Münden am Samstagabend die „Hölle Nord“ in Gensungen/Felsberg und brachten der gastgebenden HSG mit 39:40 (20:20) die erste Heimniederlage der Drittligasaison bei.

Die gut 750 Zuschauer, darunter 100 aus Münden, erlebten 60 Minuten Kampf und Leidenschaft pur. Für Nervenschwache und Herzkranke war die Partie in der Kreissporthalle jedenfalls nichts. Als Werbung für den Handballsport in Südniedersachsen und Nordhessen taugte die Partie aber allemal.

Den besseren Start erwischte die TG. Oliver Tesch und Martin Hummel erzielten die 2:0-Führung. Dann aber der Bruch im Mündener Spiel, nachdem Hummel mit einen Siebenmeter an Michael Stahl gescheitert war. Da halfen auch nicht sechs glänzenden Paraden von TG-Keeper Christian Gumula in den ersten Minuten. Die Gastgeber glichen durch ihren starken Kreisläufer Michael Viehmann und Rechtsaußen Jan-Hendrik Walther nicht nur aus, sondern gingen in Führung. Bis zum 10:8 hielt die TG mit, dann aber zog Gensungen auf Grund von technischen Fehlern und schlechten Abschlüssen der Rommel-Sieben auf 13:8 davon.

Fünf Tore im Rückstand

Beim 18:13 (22. Minute), schienen die Gäste mit einem komfortablen Vorsprung in die Pause gehen zu können. Doch das Vorhaben verhinderten der kaum zu haltende Dominic Leinhart (2), Till Riehn und Oliver Tesch sowie einsich von Minute zu Minute steigernder Virginjus Petrauskas im Tor. Sie brachten ihre Mannschaft wieder heran (18:17/24.). Den Ausgleich verpasste Matthias Reiser beim Tempogegenstoß. Den besorgte dann Leinhart zum 19:19, und Hummel erzielte erstmals seit den Anfangsminuten wieder eine Mündener Führung, die Viehmann kurz vor dem Pausenpfiff ausglich.

Die zweite Halbzeit verlief bei wechselnden Führungen ausgeglichen. Beim 37:36 lagen die Gastgeber letztmalig in Führung. Der Mann der letzten vier Minuten war Mündens Rückraumspieler Hummel. Zwar verlor er das direkte Duell gegen Gensungens Toptorschützen Carsten Göbel mit 11:14 Toren, aber er machte die entscheidenden Treffer, nämlich drei von vier für seine Mannschaft in einer hektischen Schlussphase. Den vierten steuerte Christian Grambow bei. In dieser Schlussphase ließen sich die abgezockteren Mündener Spieler auch nicht von den dritten Zeitstrafen gegen Tesch und Riehn beeindrucken.

Der Sieg der TG war am Ende sicherlich glücklich, aber sie hatte die besseren taktischen Mittel. Die offensive 3-2-1-Abwehrformation wurde vor allem nach dem Wechsel von Christian Grambow und Oliver Tesch ein ums andere Mal ausgehebelt. Wären mit Riehn, Leinhart, Tesch und Grambow nicht nach 38 Minuten schon vier Spieler mit zwei Zeitstrafen vorbelastet gewesen, hätte in der Abwehr sicherlich anders gearbeitet werden können, so mussten die vier Rot-Kandidaten vorsichtiger zu Werke gehen. Andererseits konnte sich Peter Rommel in der Abwehr auf Matthias Linke und Jann Rentsch verlassen.

Von Ulrich Mai

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