Basketball-Bundesliga Frauen

67:72 gegen TK Hannover: Knappe BG 74-Niederlage im Derby

Vier von fünf Dreiern nach der Pause: Göttingens Katharine Tudor (Mitte) gegen Hannovers Spielmacherin Kelly Moten (links) und Helena Eckerle.
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Vier von fünf Dreiern nach der Pause: Göttingens Katharine Tudor (Mitte) gegen Hannovers Spielmacherin Kelly Moten (links) und Helena Eckerle.

Gut gespielt, gut gekämpft, aber keinen Lohn dafür bekommen! Die Bundesliga-Basketballerinnen der medical instinct Veilchen BG 74 Göttingen verloren das letzte Spiel des Jahres 2021 mit 67:72 (30:39) gegen die TK Hannover Luchse, schlugen sich dabei aber sehr achtbar.

Göttingen – Mit etwas mehr Fortune und Cleverness setzte sich der Favorit durch. Den besseren Start hatte der TKH und ging durch Brossmann und McCray in Front. Doch nach der Hinspiel-Niederlage (58:80) vor zehn Tagen hielten die Veilchen Ladies schnell hart dagegen, drehten die Partie und zogen durch die vor der Pause starke Nationalspielerin Marie Reichert auf 12:6 nach vorn. Aber ausgerechnet Hannovers Ex-Veilchen Samantha Roscoe (13 Zähler zur Pause) sorgte für das 17:16 der Gäste.

So viel war offensichtlich: Die „Turnschwestern“ aus Hannover mussten sich weitaus mehr verausgaben als vor zehn Tagen. Was auch zu Beginn des zweiten Viertels nicht änderte: Die BG 74 mit 22:21 in Führung - doch dann riss es langsam ab. Hannovers Power-Basketball setzte sich mehr und mehr durch. Erst ein 7:1-Lauf für das Team von Trainerin Sidney Parsons zum 28:22, dann nach Göttingens 28:30-Anschluss eine 9:0-Serie zum 39:28. Beim TKH war die Zielsicherheit im Abschluss ausschlaggebend, bei den Veilchen Ladies rollten ein Dutzend Bälle wieder aus dem Korb. 28:19-Rebounds sprachen zudem fürs Parsons-Team.

Eigentlich lief alles für den TKH, doch Parsons nordete ihr Team in der ersten Auszeit nach der Pause lautstark ein, nachdem die BG 74 durch Sylwia Bujniaks Dreier auf 35:41 verkürzt hatte. Und es blieb spannend! Dem TKH kam etwas der Rhythmus abhanden, Die Göttingerinnen kämpften sich elanvoll heran, Katherine Tudor traf den nächsten Dreier für das Team vom bosnischen Nationaltrainer Goran Lojo zum 43:47. Nichts entschieden nach 30 Minuten beim 45:49.

Noch mehr Spannung im Schlussviertel! 50:51 durch Tudors dritten Dreier, Sekunden später der Ausgleich zum 53:53 - wieder Tudor! Der TKH wackelte gewaltig. Dreieinhalb Minuten vor Schluss kassierte Hannover Tudors fünften Dreier zum 59:60. Auszeit TKH. Und Führungswechsel durch Göttingens Neuzugang Dragana Domuzin (vom Herner TC) zum 61:60. Hannovers Finja Schaake konnte aber auch Dreier - 63:65. Während Roscoe nach der Pause blass blieb, tütete Spielmacherin Kelly Moten den TKH-Sieg dann schließlich von der Freiwurflinie ein.

Ein Silvester-Feuerwerk war dieser Erfolg aus TKH-Sicht trotz 51:37-Rebounds jedoch nicht. Die Göttingerinnen hielten indes gut dagegen, boten den Gästen absolut Paroli und scheiterten letztlich nur an Kleinigkeiten.

Am Sonntag (2. Januar) geht es für die BG 74 im nächsten Niedersachsen-Derby bei den GiroLive Panthers in Osnabrück weiter.

BG 74: Tudor 15/davon 5 Dreier, Brabencova 12, Karambatsa 11. Reichert 11, Bujniak 8/2, Domuzin 4, Crowder 4, Kretschmar 2, A. Oevermann, M. Oevermann..

TKH: Moten 20, Roscoe 13/davon 2 Dreier, Schaake 5/1, Brossmann 8/1, Stammberger 7, Morawiec 6/2, Zipser Rohkohl, Eckerle, McCray 13. (Helmut Anschütz/gsd)

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