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75:89 gegen Wasserburg: BG 74 Göttingen steigt ab

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Von: Helmut Anschütz

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Aller Einsatz half nichts: Göttingens Polin Sylwia Bujniak (am Ball) lässt Wasserburgs Miyah Barnes stehen.
Aller Einsatz half nichts: Göttingens Polin Sylwia Bujniak (am Ball) lässt Wasserburgs Miyah Barnes stehen. © Hubert Jelinek/gsd

Das war’s dann! Die medical instinct Veilchen BG 74 Göttingen verloren ihr vorletztes Heimspiel in der Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL) deutlich mit 75:89 (35:53) gegen den bereits abgestiegenen Rekordmeister TSV Wasserburg und haben damit alle Chancen verspielt, in der 1. Liga zu bleiben.

Göttingen – Der Abstieg nach fünf Spielzeiten Bundesliga ist perfekt. Zumindest sportlich, denn Halle (gestriges Spiel in Keltern wegen Corona abgesagt) können die Göttingerinnen nicht mehr erreichen. Wasserburg war übrigens mit nur sieben Spielerinnen angereist.

Erfreuliche Nachricht erstmal vorm Spiel: Die corona-bedingt in Düsseldorf ausgefallenen Marie Reichert und Katharine Tudor konnten sich freitesten. Während Tudor wieder dabei war, pausierte Reichert vorsichtshalber noch.

Hätte sie mal gespielt! Ihre Teamkolleginnen verschlafen den Auftakt nämlich komplett, geraten gleich mal mit 0:6 in Rückstand. Sylwia Bujniak, Jenny Crowder und Krystina Brabencova gleichen zwar aus, doch nachdem der TSV wieder mit 10:6 nach vorn zieht, nimmt BG 74-Coach Goran Lojo nach nur 3:32 Minuten sofort die erste Auszeit. Die Folge: Wasserburg trifft weiter, die Gastgeberinnen mit 9:16 hinten – die Nerven! Aber die Lila-Gelben lassen sich nicht hängen, kämpfen sich zurück und gleichen durch Bujniaks Dreier zum 18:18 aus. 20:20 nach dem ersten Viertel, alles offen.

Nach dem zweiten aber nicht mehr! Es geht mit 15:33 verloren, die Veilchen Ladies scheitern an ihren Nerven. Wasserburg trifft stark (fünfmal) von jenseits der Dreierlinie, dagegen fällt der BG 74 in der Defensive nichts ein. Schrittfehler, ungenaue Abschlüsse – so geht es der Heimniederlage und damit dem Abstieg entgegen.

In der zweiten Halbzeit versucht die BG 74 nochmal alles, doch die Bayerinnen lassen sich so einen großen Vorsprung natürlich nicht mehr abnehmen. Nach 30 Minuten liegen die Göttingerinnen mit 55:76 hinten – da geht leider nichts mehr. Aber zumindest schenken Jenny Crowder und ihre Mitspielerinnen die Partie nicht völlig ab. Trainer Lojo gibt dann den Bankspielerinnen noch Einsatzzeit, als Anerkennung für ihre Trainingsarbeit. Den letzten Dreier der Partie versenkt schließlich Sylwia Bujniak zum 75:89-Endstand. „Ich in froh, dass die Saison jetzt zu Ende geht“, sagt Veilchen Ladies-geschäftsführer Richard Crowder nach dem Ende.

Die letzten beiden Spiele Sonntag zuhause gegen die Rutronik Stars Keltern und am 20. März bei den GiroLive Panthers Osnabrück sind nicht mehr von Bedeutung. Retten kann sich die BG 74 höchstens noch am „grünen Tisch“.

BG 74: Domuzin 15/davon 1 Dreier, M. Oevermann 3/1, A. Oevermann, Crowder 14/1, Kretschmar, Karambatsa 12, Brabencova 12, Bujniak 13/3, Tudor, Vida 6.

Beste Wasserburger Werferinnen: Reindehl 23/5, Hebecker 20/4, Vojtulek 19, Williams 15, Brodersen 10/2. (Helmut Anschütz/gsd)

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