Fünf Gründe

Darum geht Baunatal als Favorit ins Handball-Derby

Der Baunataler Trainer Dennis Weinrich (Mitte) gibt Marvin Gabriel (von links), Philipp Hempel, Kevin Trogisch und Felix Geßner am vergangenen Wochenende während des Heimspiels gegen Habenhausen Anweisungen.
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Da ist die Lücke: Der Baunataler Trainer Dennis Weinrich (Mitte) gibt Marvin Gabriel (von links), Philipp Hempel, Kevin Trogisch und Felix Geßner am vergangenen Wochenende während des Heimspiels gegen Habenhausen Anweisungen.

Das Warten hat ein Ende. Nach sieben Jahren und 274 Tagen ist das Drittliga-Derby zwischen der ESG Gensungen/Felsberg und dem GSV Eintracht Baunatal zurück.

Baunatal - Auf traditionsreicher Bühne (Sa. 19.30 Uhr Kreissporthalle Gensungen), aber coronabedingt ohne Zuschauer. Hier sind unsere fünf Gründe warum die Gäste aus Baunatal als Favoriten in die Partie gehen.

1. Kader und Statistik

„Der breite Kader gibt mir als Trainer ein gutes Gefühl“, sagt Eintracht-Trainer Dennis Weinrich. Der 31-Jährige will aus dem Vollen schöpfen und mit einem variantenreichen Spiel den Aufsteiger aus dem Schwalm-Eder-Kreis in die Schranken weisen.

Dabei ist auch die Statistik auf seiner Seite: Von 2009 bis 2013 standen sich Gensungen und Baunatal in der Regionalliga Südwest (2009/2010) bzw. 3. Liga Ost acht Mal gegenüber. Dabei gab es zwei Gensunger Siege und vier Baunataler Erfolge.

2. Vorbereitung

Baunatal hat insgesamt neun Vorbereitungsspiele absolviert und sich dabei von Spiel zu Spiel gesteigert. „Die Leistungskurve geht klar nach oben und hat ihren Scheitelpunkt noch nicht erreicht“, sagt Weinrich selbstbewusst.

3. Abwehr

Der Baunataler Mittelblock war bereits gut, aber jetzt ist er noch besser. Neben Fynn Reinhardt und Phil Räbiger hat der Northeimer Neuzugang Philipp Hempel gut ins Team gefunden. „Ich kann jetzt nahtlos wechseln und dabei die Kräfte der drei schonen“, sagt Weinrich.

Für Eintracht- Spielmacher Marvin Gabriel liegt sogar der „Schlüssel zum Sieg“ in der Abwehr. Dabei bevorzugen beide Teams eine 6:0-Deckung. Allerdings unterschiedlich interpretiert: die Gastgeber positionsbezogen, also etwas defensiver, die Gäste personenbezogen mit höchst offensiven „Halben“ (Gabriel, Vogel).

4. Angriff

Der Abgang von Felix Rehberg ist voll kompensiert. „Jan-Erik Kleinschmidt, Leo Helbing und Philipp Hempel sind komplett unterschiedlich in ihrer Spielweise, was es jedem Gegner schwer macht, sich auf uns einzustellen“, sagt Eintracht-Trainer Weinrich

5. Selbstvertrauen

Baunatal reist als Tabellenführer mit 6:0-Punkten und entsprechend breiter Brust an. Und nimmt die Favoritenrolle an. „Die nackten Zahlen sprechen für uns“, erklärt Trainer Weinrich. Aber: „Beide Teams gehen gestärkt in das Derby“, sagt ESG-Trainer Arnd Kauffeld.

Aus gutem Grund. Sein Team landete im letzten Spiel bei der Lemgoer Bundesliga-Reserve den ersten Saisonsieg. Die Folge laut Kreisläufer Christoph Koch: „Dadurch können wir mit mehr Selbstvertrauen und weniger Druck ins Nachbarduell gehen.“

Das Spiel kann man im Internet als Livestream für 4,50 Euro auf sportdeutschland.tv, handball-deutschland.tv oder unter dhb.de/ livestream sehen.

Von Martin Scholz Und Ralf Ohm

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