Handball-Verbandsliga Männer: Burgenteam besiegt den Tabellenzweiten

Die Abwehrreihen dominieren

Klares „Textil-Foul“: Tobias Precht (am Ball) wird von Himmelsthürs Franz Köhler fast das Trikot ausgezogen. Foto: Jelinek

Nörten. Mit dem 25:22 (11:10)-Sieg über den Tabellenzweiten TuS GW Himmels-thür bügelten die Verbandsliga-Handballer der HSG Plesse-Hardenberg das 25:34 in Warberg höchst eindrucksvoll wieder aus. HSG-Trainer Jens Wilfer zufrieden: „Wir wollten den Sieg! Und wir haben ihn uns durch unsere starke Abwehrleistung auch verdient.“

Vor allem den torgefährlichen TuS-Rückraum blockte das Burgenteam ab; wie sehr, belegen zwei Fakten: Zum einen ließ TuS-Spielmacher Franz Köhler – der normalerweise torgefährliche Regisseur brachte es auf nur drei Tore! - sich nach gut 20 Minuten auswechseln und griff danach nur noch sporadisch ein; zum anderen gestattete der Tabellenvierte den Gästen in 60 Minuten nur ganze 18 Feldtore! Das war auch gut so, denn auch die TuS-Abwehr, die von 6-0 bis 3-3 in allen möglichen Varianten spielte, stand lange Zeit – vor allem in der oberen Etage - so sicher, dass die Anzahl der HSG-Feldtore mit 22 ebenfalls recht übersichtlich blieb.

Drei Siebenmeter gehalten

Hinzu kamen auf beiden Seiten starke Torhüter: Der durchspielende Markus Ahlborn (HSG) parierte zwölf schwere und schwerste Kaliber, darunter drei Siebenmeter; Ahlborns Gegenüber Dominik Kreye (TuS) verhinderte immerhin acht Mal gut mögliche HSG-Tore.

Den Sieg sicherten die Gastgeber sich in zwei starken Phasen: Vor der Pause, als sie von 3:5 (9.) auf 10:5 (20.) am Gast vorbeizogen (Wilfer: „Das hat uns richtig Selbstvertrauen gegeben“), und dann nach dem Seitenwechsel, als der HSG erneut ein Fünf-Tore-Vorsprung gelang: Vom 17:17 (49.) zog das Burgenteam in nur sechs Minuten auf 23:18 (55.) davon. Trotz einiger Unsicherheiten (drei technische Fehler in zwei Minuten) brachte die HSG den Vorsprung über die Runden. Die endgültige Entscheidung fiel, als Arne Urban, der den HSG Torreigen mit dem Treffer zum 1:2 begonnen hatte, diesen auch mit einem Seitfallwurf zum 25:22 beschloss.

In den letzten zehn Minuten tauschten die nicht immer sicher wirkenden Unparteiischen Kretzschmar/Gorn (gewiss keine Heimschiedsrichter, dafür aber mit Schwächen bei Stürmerfouls) ihre bisherige lange Leine gegen eine rigorose Zeitstrafenpraxis: Acht der zehn zeitweiligen Hinausstellungen fielen in diese Phase. So standen in der 54. Minute fünf HSG-Feldspieler vier TuS-Feldspielern gegenüber, und eine Minute drauf hatte sich das Stärkenverhältnis sogar auf 6:3 zugunsten der HSG verschoben.

HSG: Ahlborn, Beulke; Precht 4, Wirzing 4, Hoffmann 3/1, Salam 3, Urban 3/1, Wengler 3, Glapka 2/1, Reimann 2, Herrig 1, Full, Leonhardt, P. Schindler, Strohschneider. (eko)

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