U16 beginnt mit Heimspiel

ACT Kassel startet ins große Bundesliga-Abenteuer

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Zuversichtlich vor dem Bundesliga-Start: Die U16-Basketballer der ACT Kassel mit (von links) Co-Trainer Damiel Eckardt, Anton Wahlberg, Abdalla Matan, Romal Omarzai, Hermon Teweldebrhan, Liban Matan, Trainerin Marion Kühn, Enes Redzepovic, Frederic Henn, Dreni Jashanica. Zum Aufgebot gehören acht weitere Spieler (siehe Artikel rechts). 

Kassel – Wie das Abenteuer enden wird, weiß niemand von ihnen. Was sie nicht davon abhält, sich mit Zuversicht und enormer Freude hineinzustürzen. Seit Mitte April bereiten sie sich vor, am Sonntag ist es endlich so weit. Dann empfangen die U16-Basketballer der ACT Kassel zu ihrem ersten Bundesligaspiel die Niners Chemnitz (12.30 Uhr, Junghennhalle).

Bauen kann die ACT auf ihren mannschaftlichen Zusammenhalt. „Wir kennen uns alle schon lange und sind zum Glück zusammengeblieben. Der Aufstieg hat uns noch enger verbunden“, sagt Abdalla Matan, einer der Leistungsträger. Der Hessenauswahlspieler war kürzlich zur Sichtung der U15-Nationalmannschaft eingeladen, wurde dann aber nicht berufen.

Auch abseits der Basketballhalle erfährt der ACT-Nachwuchs dank seiner Erfolge Anerkennung. „Unsere Kumpels freuen sich mit uns, wir bekommen mehr Respekt. Jetzt müssen wir sie nur noch alle dazu motivieren, zu den Spielen zu kommen und Stimmung zu machen“, erklärt Matan.

Besonders auf den Nachbarn BG Göttingen Youngsters freuen sich die ACTer. „Das ist ein Derby, und wir kennen viele ihrer Spieler. Außerdem waren einige von uns zwischenzeitlich bei der BG und sind jetzt zurück“, sagt Matan. Was ebenfalls große Vorfreude auslöst: „Dass wir am Sonntag mit einem Heimspiel starten können. Und in den nächsten Monaten gegen starke Jungs spielen können, die wir noch nicht kennen. Nicht immer die Gleichen halt.“

Steht nun also die Mannschaft vor großen Herausforderungen, so musste sie der Klub schon in den vorigen Monaten bewältigen. Denn die Bundesliga ist mit vielen Auflagen verbunden. Kampfrichter- und Scoutinglizenzen mit zugehörigem Computer und Drucker mussten die Verantwortlichen erwerben, das Jugendkonzept musste überarbeitet, eine neue Anzeigetafel installiert werden und Vieles mehr. „Ich schlafe nachts schon kaum noch. Täglich kommt eine Menge Mails mit neuen Infos“, sagt Abteilungsleiterin Ilse Kühn, während sie sich abseits des Trainings in der Halle durch das Handbuch zum Bedienelement der neuen Geräte arbeitet.

Hatte Cedric Toth die ACT in die Bundesliga geführt, so zeichnen nun Marion Kühn und als Co-Trainer Damiel Eckardt verantwortlich. Worum es ihnen in dieser Saison geht? „Es ist ja schon ein Mega-Erfolg, überhaupt dabei zu sein. Jetzt wollen wir uns von Spiel zu Spiel verbessern und uns schnell an die größere Härte und das höhere Tempo als in der Oberliga gewöhnen“, betont Kühn.

Bei aller Begeisterung bleiben die ACT-Jungs geerdet. „Wir wollen so viele Siege wie möglich mitnehmen. Der Hunger ist groß. Aber wir müssen uns auch auf die Niederlagen gefasst machen. Über die freut sich keiner, aber wir werden sie mit Anstand hinnehmen“, sagt Matan, dessen Bruder Liban ebenfalls im Team steht. Hört sich an, als seien die Kasseler gut auf das Abenteuer Bundesliga vorbereitet.

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