HNA testet mit Lesern Wege zur Fitness

Alles zum Thema Reha- und Gesundheitssport - Zehn weitere Plätze zu gewinnen

Gezieltes Training: Eine Reha-Sport-Gruppe des Vereins Gesundheitssport Nordhessen hier bei Übungen mit dem Theraband. Foto: privat

Kassel. Bewegung für Nordhessen - unter diesem Motto fassen wir die Berichterstattung zu Fitnessthemen im Sportteil unserer Zeitung zusammen.

Neben der Theorie wollen wir Nordhessen aber auch wirklich bewegen. Neben dem Marathonprojekt von Professor Kuno Hottenrott testen wir derzeit mit einigen Lesern Wege zur Fitness. Nach Winfried Aufenanger, der einige Leser auf den Marathon vorbereitet, hat sich nun auch der Verein Gesundheitssport Nordhessen unserer Aktion angeschlossen.

Dank der Initiative des Vorsitzenden Achim Hänlein bieten wir 10 Lesern einen zweimonatigen Schnupperkurs aus dem umfangreichen Reha-Sport-Programm des Vereins. Das Besondere: Da der Verein an vielen Punkten Nordhessens Kurse anbietet, können Sie auch wählen, wo Sie Sport treiben möchten.

Was müssen Sie tun? Bewerben Sie sich in einer E-Mail an Sportredaktion@hna.de

Wir benötigen neben Angaben zu Ihrer Person auch Informationen zu Alter und gesundheitlichen Schäden und derzeitigen sportlichen Tätigkeiten sowie eine Telefonnummer. Alle Angaben werden natürlich vertraulich behandelt. Zusammen mit Achim Hänlein wählen wir dann die 10 Gewinner aus. Bewerbungen bitte bis zum 16. April. Die Gewinner werden von uns persönlich benachrichtigt.

Fragen und Antworten zum Thema: Kassen tragen die Kosten

Nach einer Verletzung oder Krankheit gibt es nur ein Ziel: möglichst wieder richtig fit werden. Und deshalb melden sich immer mehr Menschen beim Rehabilitationssport an. Was Reha-Sport bringt, wer es verordnet und welche Kosten entstehen, darüber haben wir mit dem Vorsitzenden des Gesundheitssportvereins Nordhessen, Achim Hänlein, gesprochen.

Was genau ist eigentlich Reha-Sport?

Reha-Sport dient dazu, nach einer Erkrankung oder Verletzung durch Sport und Bewegung wieder fit zu werden. Hierbei geht es laut Hänlein weitestgehend um klassische Gymnastik für Rücken und Gelenke. Dabei werden 50 oder 120 Trainingseinheiten verordnet.

Für wen ist Reha-Sport geeignet?

Für alle, die an Bewegungseinschränkungen und chronischen Schäden leiden. „In den meisten Fällen werden orthopädische Erkrankungen behandelt“, sagt Achim Hänlein. Hierbei sollen Muskeln gekräftigt, gedehnt und stabilisiert, dadurch die Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit verbessert werden.

Was wird beim Reha-Sport angeboten?

Gezielte Gymnastik in einer Gruppe zwischen zehn und 15 Personen unter professioneller Anleitung. Aber es gibt viele unterschiedliche Therapiegruppen - zum Beispiel Sitzgymnastik für Menschen im hohen Alter. Oder Wassergymnastik und Lungensport. Die Angebote sind für Patienten mit ärztlicher Verordnung kostenlos und dauern 45 Minuten.

Dürfen gesunde Menschen teilnehmen?

Ohne ärztliche Verordnung müssen die Kosten selbst getragen werden. Wie hoch die sind, kommt auf den anbietenden Verein an. Hänlein weist aber darauf hin, dass Reha-Sport grundlegend nur für Menschen mit Beeinträchtigung vorgesehen ist. Kerngesunde sollten eher Präventionskurse betreiben.

Wie wird Reha-Sport beantragt?

„Der erste Weg führt zum Arzt“, sagt Hänlein und bezieht sich dabei auf Hausärzte, Internisten und Orthopäden. Denn die verordnen Reha-Sport. Reha-Sport ist im Gegensatz zur Krankengymnastik auch nicht budgetiert. Das heißt: Der Arzt hat keine Vorgabe, wie häufig er Reha-Sport verschreiben darf. Diese Verordnung muss dann von der Krankenkasse zur Übernahme der Kosten abgestempelt werden.

Wie oft kann man sich Reha-Sport verschreiben lassen?

Das hängt von der Gesundheit des Patienten ab. Es gibt laut Hänlein Fälle, bei denen Personen sechs, sieben Mal das Reha-Sport-Programm in Anspruch nehmen konnten. Wenn der Patient nach den ersten 50 Trainingseinheiten von seinen Schmerzen befreit ist, wird keine Fortsetzung bewilligt.

Wer kommt für die Kosten auf?

Gesetzliche Krankenkassen sind verpflichtet, die ersten 50 Reha-Sport-Einheiten zu genehmigen. Mit ärztlicher Verordnung hat jeder Patient Anspruch darauf. Folgeverordnungen dürfen abgelehnt werden. Oft werden die Kosten auch vom Rentenversicherungsträger übernommen. Das passiert, wenn der Antrag auf Reha-Sport während einer stationären Rehabilitation erfolgt ist.

Wann muss zugezahlt werden?

Bei zusätzlichen Leistungen. Beispielsweise haben viele Anbieter Gerätetraining im Angebot, das nicht zum eigentlichen Reha-Sport gehört. Beim Gesundheitssportverein Nordhessen ist das beispielsweise klar geregelt: Wer Mitglied wird, erhält automatisch 50 Einheiten Gerätetraining - zudem wird die Reha-Sport-Dauer von 45 auf 60 Minuten angehoben. Der Beitrag hierfür beträgt neun Euro monatlich. So oder ähnlich handhaben das auch andere Anbieter.

Gibt es einen Unterschied zwischen Reha- und Gesundheitssport?

Gesundheitssport ist Breitensport, Prävention und Reha-Sport. Letzteres ist Teil des Oberbegriffs Gesundheitssport. Hierfür wird aber eine ärztliche Verordnung gebraucht.

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