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Triathlet Jung fährt zur WM nach Finnland

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Beim Laufen aufgetaut: Der Oberaulaer Christian Jung, hier beim Start bei der Ironman-WM in Utah, kam in Dresden als Zweiter seiner Altersklasse U40 im Ziel an.
Beim Laufen aufgetaut: Der Oberaulaer Christian Jung, hier beim Start bei der Ironman-WM in Utah, kam in Dresden als Zweiter seiner Altersklasse U40 im Ziel an. © Hau

Der Oberaulaer Christian Jung hat einen Triathlon über die Halbdistanz in Dresden als Zweiter seiner Altersklasse abgeschlossen. Er darf nun bei den Weltmeisterschaften in Lahti in Finnland im kommenden Jahr im August starten.

Dresden - „Ich habe bei der Siegerehrung natürlich sofort ‘Ja’ gesagt, als ich aufgerufen worden bin“, erzählt Jung. Eigentlich wollte er in diesem Jahr mit dem Triathlon aufhören. Training und Aufwand für Langdistanzen seien sehr aufwendig und würden kaum im Verhältnis stehen, sagte der Starter bei der WM in Utah.

Aber über die Halbdistanz in Dortmund, den Jung zusammen mit Andreas Stöcklein, Michael Mitkov und Sven Starkloff absolvierte, bekam er neue Motivation. „Ich hab’ gesehen, dass ich mit etwas weniger Aufwand durchaus in der Spitzengruppe mithalten kann“, sagt er.

Er meldete sich für Dresden an. 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer mit dem Rad und zum Abschluss den Halbmarathon. „Ich wollte es einfach nur einmal probieren.“ Doch am Morgen des Startes war das Wetter in der Elb-Metropole so ungemütlich und schlecht, dass er zunächst dazu neigte, gleich wieder abzureisen. Wegen des Regens lag die Wassertemperatur der Elbe gerade bei 16,5 Grad, die Außentemperatur bei neun.

Daraufhin wurde die Schwimmstrecke auf 750 Meter verkürzt. Jung entschloss sich kurzfristig, doch zu starten. „Ich hab’ am Anfang ganz schön gefroren“, erzählt er. Aber er biss sich durch. Zu Hilfe kamen ihm dabei auch seine beruflichen Erfahrungen im Straßenbau. „Das war auch kein Zuckerschlecken, wenn man im Winter draußen war“, erzählt er.

15:58 Minuten brauchte er für die 750 Meter im Wasser des Alberthafens, danach ging das Frieren zunächst auf der Fahrradstrecke, die insgesamt 900 Höhenmeter aufwies, weiter. „Ich war auch durch den Fahrtwind komplett unterkühlt. Ich konnte kaum schalten. Weil die Finger gefroren waren, geschweige denn die Getränkeflasche halten.“ Erst auf der Laufstrecke taute er wieder auf.

Obwohl er beim Laufen aufgrund von 60 Höhenmetern vier Minuten langsamer als in Dortmund war, kam er gut über die Runde. Für die Radstrecke benötigte er 2:40:18 Stunden, für das Laufen 1:30:16 Stunden. Seine Gesamtzeit von 4:34:24 Stunden bedeutete den zweiten Rang in seiner Altersklasse 40 bis 44 Jahre, den 49. Rang im Gesamtklassement der Männer. Gemeldet waren in Dresden 1000 Starter, wetterbedingt gingen 500 an den Start, im Ziel angekommen sind nur 400. Christian Jung war dabei.

Von Hartmut Wenzel

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