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Noah Seitz: „Du brauchst ein dickes Fell“

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Schiedsrichter Noah Seitz ist seit zwölf Jahren im Einsatz und engagiert sich in der Schiedsrichtervereinigung.
Schiedsrichter Noah Seitz ist seit zwölf Jahren im Einsatz und engagiert sich in der Schiedsrichtervereinigung. © Hartmut Wenzel

Über die aktuelle Situation im Schiedsrichterwesen haben wir mit Noah Seitz (24) gesprochen. Der Asbacher leitet selbst Spiele bis zur Gruppenliga und ist in der Verbandsliga als Assistent im Einsatz.

Herr Seitz, wie man hört, soll der Umgang auf den Fußballplätzen in der jüngeren Vergangenheit und seit Beginn der Pandemie rauer geworden sein ...

Ja, das ist leider so. Ich sehe es erstaunlicherweise vor allem im Jugendbereich, wenn ich beispielsweise als Pate eines Nachwuchs-Schiedsrichters in der D-Jugend im Einsatz bin. Was da vom Spielfeldrand hereingetragen wird, ist nur schwer zu begreifen. Und ich meine da in erster Linie von den Zuschauern. Diese Schreihälse sollten vielleicht mal überdenken, dass junge Schiedsrichter auch erst mal in ihren Job hineinwachsen müssen.

Konfrontationen und Diskussionen gibt es sicher nicht nur im Jugendbereich. Wie gehen Sie aus eigener Erfahrung damit um?

Natürlich gibt es auch im Seniorenbereich immer wieder strittige Situationen. Da sollte man als Schiedsrichter schon ein dickes Fell haben. Sozusagen zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus. Manchmal muss man aber auch auf den Putz hauen und klarstellen, wer die Entscheidungen trifft. Aber das können nicht alle Schiedsrichter. Und gerade den Nachwuchs-Schiedsrichtern fällt das natürlich umso schwerer.

Herr Seitz, wann und warum sind Sie eigentlich Schiedsrichter geworden?

Ich habe in 2010 angefangen. Damals war ich 13 Jahre alt und konnte aufgrund meiner Rückenkrankheit selbst nicht mehr Fußball spielen. Bis zur C-Jugend war ich ein leidenschaftlicher Fußballer. Und als es dann nicht mehr ging, wollte ich dem Fußball aber dennoch erhalten bleiben.

Vervollständigen Sie zum Abschluss bitte folgenden Satz: Ich bin noch immer gern Schiedsrichter, weil ...

Man viele Sportplätze und immer neue Menschen kennenlernt – vor allem außerhalb unseres Kreises. Ich bin ja auch im Gespann unterwegs, wenn ich Gruppenliga pfeife, oder aber als Assistent in der Verbandsliga eingesetzt werde. Das macht mir viel Spaß. Und außerdem ist es manchmal auch ganz schön, der Boss zu sein.

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