Heimrennen auf dem alten Flugplatz in Calden – Neue Trikots für Regio Team SF

Nur Amateure im Radteam

In neuen Trikots: Kevin Vogel, Markus Koob, Roman Kuntschik, Remko Bornmann, Falk S. Hepprich, Philipp Sohn, Stefan Arndt, Axel Hauschke und Aadyl Khatib (von links). Foto: Reichert

Kassel. Drei Wochen vor ihrem wichtigsten Rennen der Saison, dem 8. Kasseler Radrenntag auf dem alten Flugplatz Calden als Heimveranstaltung, haben sich die acht Fahrer des Regio Team SF aus Kassel motiviert und in ihren neuen Trikots vorgestellt. Die neue Rennkleidung hat Radsport Bornmann am Königstor bezahlt, das auch den Preis beim Elite-A-Rennen am 6. Juli in Calden stiftet.

„In Calden wollen wir uns gut verkaufen und auf uns aufmerksam machen“, sagt Team-Kapitän Axel Hauschke aus Lohfelden. „Für unser Heimrennen haben wir uns viel vorgenommen und wollen in Bestform glänzen“, ergänzt Allrounder Philipp Sohn. Für die Kasseler, die während der Rennsaison ansonsten zu Veranstaltungen der Kategorie A/B in ganz Deutschland touren, haben die Starts in Nordhessen besondere Bedeutung. Wie zum Beispiel auch die 15. Edermünder Runde, die eine Woche vor dem Start in Calden auf dem Programm steht.

Zum Regio Team Spaß und Freude (SF), das seit seiner Gründung 2005 trotz leistungssportlicher Ausrichtung sich als Amateurteam vom Berufsradsport abgrenzt, gehören acht Fahrer, die bis auf den aus Homberg stammenden und nun in Göttingen wohnenden Philipp Sohn alle aus Kassel und Umgebung kommen. Die Lizenz stammt vom RSV Bad Hersfeld. „Bei uns steht die Gemeinschaft im Vordergrund“, sagt Hauschke. Das Team, das im vergangenen Jahr 17 Siege einfahren konnte, ist als eigenständig auftretende Renngemeinschaft organisiert.

Kasseler Radsportvereine konnten mit dieser Form der autarken Sportgruppe bislang nichts anfangen. „Wir haben versucht, eine Lizenz von einem Verein aus Kassel zu bekommen. Aber das hat nicht geklappt“, berichtet Hauschke, der sich unterdessen freut, dass im Regio Team SF die ambitioniertesten Fahrer aus Kassel zusammen in einer Truppe trainieren und fahren.

Von einem „teuren Hobby“ spricht indes Remko Bornmann vom gleichnamigen Radsportgeschäft am Königstor. Bornmann unterstützt das Team durch das Sponsern von fünf Trikotsätzen. „Der Radsport ist zuletzt ziemlich in Verruf gekommen. Da muss etwas getan werden“, sagt er. 10 000 bis 15 000 Trainings-Kilometer legen die Regio-Team-Fahrer auf ihren Rädern der Schweizer Marke BMC pro Jahr zurück. Die Trikots halten indes maximal ein Jahr. Nicht nur wegen so manchen Sturzes, erklärt Hauschke und ergänzt: „Ein bisschen bekloppt müssen wir schon sein, dass wir das auf diesem Niveau noch neben unseren normalen Berufen machen.“

Von Sebastian A. Reichert

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