Spielzüge auf Video?

Beim Training gefilmt? Diskussion zwischen Eschwegern und Schwalmstädtern nach 0:33-Pleite

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Tankt sich durch: Claudio Burriesci von den Legionären Eschwege (Nummer 45) und seine Mannschaft entwickeln sich immer weiter.

Eschwege. Die 0:33-Niederlage der Legionäre Eschwege in der American-Football-Verbandsliga bei den Schwalmstadt Warriors war am Ende nur Nebensache.

Nach dem Spiel entbrannte eine Diskussion darüber, ob die Schwälmer die Dietemänner im Training ausspioniert und Spielzüge auf Video aufgenommen haben. Wir fragen deshalb: Was war da denn los?

„Letzten Dienstag ist bei unserem Training in Eltmannshausen ein Auto aufgetaucht. Da stiegen dann zwei junge Männer aus und haben mit ihren Handys gefilmt oder fotografiert“, sagt Markus Claus, Vorsitzender des Dachvereins Eschweger TSV und Spieler der Legionäre. Der Trainer seines Teams habe die beiden dann zur Rede gestellt und gebeten, damit aufzuhören. An ihrem Auto sei zudem ein Schwalmstadt-Warriors-Aufkleber zu sehen gewesen.

„Deswegen hat jetzt unser Offense Coordinator unter dem Facebook-Post der Warriors zu ihrem 33:0-Sieg gegen uns geschrieben, ob denn nun die Besuche beim Training aufhören“, berichtet Claus. Das hat natürlich zu Diskussionen geführt. Schwalmstadt stritt das Ganze ab, die Eschweger motzten. „Wir haben das mittlerweile über persönliche Nachrichten mit den Schwalmstädtern ausdiskutiert und letztlich auch geklärt. Überworfen hat sich niemand, wir haben ja im Jugendbereich auch eine gemeinsame Spielgemeinschaft.“ Claus vermutet, dass sich zwei junge Männer etwas profilieren wollten und übermotiviert gewesen seien.

Auf die vermeintlichen Videos aber beruft man sich bei der Niederlage im Legionäre-Lager nicht. „Wir hatten defensiv kleinere Fehler und die hat Schwalmstadt ausgenutzt“, erzählt Claus. Doch unzufrieden seien er und sein Team keineswegs. „Wir haben uns wieder gesteigert, hatten die Offensive teilweise wirklich lange auf dem Feld und standen zweimal ganz kurz vorm Touchdown.“ Dass in der ersten Saison fast nur Niederlagen zu Buche stehen, sei nicht überraschend. „Entscheidend ist, dass die Stimmung im Team gut ist – und das ist sie. Jetzt können wir uns weiterentwickeln und in der zweiten Saison kann es punktemäßig dann schon anders aussehen“, sagt Claus.

Dem pflichtet auch Legionäre-Pressesprecher Holger Kuntke bei, der den Zusammenhalt in der Mannschaft nach der Niederlage in Schwalmstadt als noch mal ein Stück stärker ansieht. „Es kommen ein paar Jugendliche in den Herrenbereich hoch. Wir verstärken uns aus eigener Kraft und werden in Zukunft mit mehr Spielpraxis und -witz auftreten.“ Trotzdem will man die ausstehenden Partien in Wetterau und gegen Gernsheim punkten.

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