„Angriff nach vorne“

Biathlon: Rang 29 für Nadine Horchler beim Weltcup in Oberhof

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Sie hatte sich etwas mehr erhofft: Biathletin Nadine Horchler vom SC Willingen ist gestern beim Sprint über 7,5 Kilometer in Oberhof auf Rang 29 gelaufen.

Oberhof. „Mit meinem Ergebnis bin ich soweit zufrieden. Ich bin drittbeste Deutsche, das ist okay. Aber ehrlich gesagt wäre ich schon gern zehn Plätze weiter vorne gelandet“, sagte Nadine Horchler am Freitag nach dem Sprint der Biathletinnen beim Weltcup in Oberhof.

Nach 25:22,6 Minuten überquerte die gebürtige Ottlarerin die Ziellinie als 29. im 90-köpfigen Starterfeld. „Das Laufen habe ich mir anders vorgestellt. Der Schnee war sehr stumpf und ich bin nicht gut voran gekommen, das war sehr ärgerlich. Bei den letzten Wettkämpfen lief das noch besser.“

Oberhofer Wetter

Bevor der Wettkampf überhaupt los ging, begrüßte ARD-Moderator Michael Antwerpes die Fernsehzuschauer mit folgenden Worten: „Ein großes Drama, 90 Frauen im Nebel.“ Denn wie so oft war im Stadion am Grenzadler einmal mehr „Oberhofer Wetter“, nämlich starker Nebel und Wind, angesagt. Bundestrainer Uwe Müssiggang entschärfte die Aussage allerdings etwas: „Das Wetter ist noch gerade so, dass man Treffer setzen kann.“

Und das tat Nadine Horchler auch: Beim ersten Anschlag blieb sie fehlerfrei, lediglich stehend ließ sie die zweite Scheibe stehen. „Mit dem Schießen bin ich zufrieden. Ein Fehler im Stehendanschlag ist okay für die Bedingungen“, sagte die 27-Jährige. Lediglich elf weitere Sportlerinnen kamen mit nur einem Fehler durch das Rennen und nur vier Athletinnen blieben fehlerfrei. Auch Siegerin Darya Domracheva aus der Ukraine musste eine Strafrunde laufen (23:06,7). Im Ziel lag sie 29,8 Sekunden vor der Finnin Kaisa Mäkäräinen, die zwei Scheiben schwarz ließ (23:36,5). Dritte wurde die Ukrainerin Olena Pidhrushna, die mit zwei fehlerfreien Einlagen am Schießstand glänzte (23:43,1).

Als Vorletzte, mit der Nummer 89, war Nadine Horchler in das Rennen über 7,5 Kilometer gestartet. „Das war auch ein kleiner Nachteil für mich, dass ich ganz alleine auf der Strecke unterwegs war. Da hatte ich niemanden mehr, der mich ziehen konnte“, sagte die Sportsoldatin.

Heute steht Verfolgung an

Das wird heute allerdings anders sein, denn das Verfolgungsrennen über zehn Kilometer steht auf dem Plan (16.50 Uhr, ARD und Eurosport). Mit einem Rückstand von 2:15,9 Minuten auf Siegerin Domracheva wird Horchler in das Rennen eingreifen. Viermal wird geschossen und fünf Runden über jeweils zwei Kilometer liegen dann vor ihr. Ihr Ziel? „Angriff nach vorne“, sagte die für den SC Willingen startende Sportlerin und fügte an: „Ich hoffe, dass das Laufen wieder besser klappt und ich im Schießen eine so gute Leistung wie im Sprint zeige.“ Am Sonntag steht in Oberhof noch das Massenstartrennen auf dem Plan, daran wird Nadine Horchler allerdings nicht teilnehmen.

Von Friederike Göbel

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