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Nachspielzeit: Antrieb und Aufschwung

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Hartmut Wenzel, HZ-Sportredakteur
Hartmut Wenzel, HZ-Sportredakteur © LUDGER KONOPKA

In dieser Kolumne zum Weihnachtswochenende geht es noch einmal um die Fußball-WM und einen Wunsch, den sich die Handballerinnen des TV Hersfeld selbst erfüllt haben.

Ein ganzes Land in Ekstase, ein Meer von feiernden Menschen auf den Straßen: Das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in der Hauptstadt Buenos Aires erlebt zu haben, dürfte einer der Höhepunkte des Argentinien-Aufenthaltes von Tobias Fisahn gewesen sein. Das Team um Lionel Messi hatte seine Anhänger in ein Wechselbad der Gefühle getaucht. Von der Auftaktniederlage gegen Saudi-Arabien bis zum WM-Sieg waren die Wochen gespickt mit Hoffen und Bangen.

Zum Schluss war es wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Nie wird Fisahn, der aus Beiershausen stammt, den Schrei der Begeisterung nach dem letzten Treffer von Montiel im Elfmeterschießen vergessen. Es war ein Schrei der Erlösung.

Der 31-jährige Lehrer an einer deutschen Schule in Buenos Aires hat nach dem sensationellen Endspielerfolg tausende Fotos geschossen. Einen Teil davon hat er uns zur Verfügung gestellt, die in der Bilderstrecke auf der Homepage der HZ zu sehen sind. Er hat Eindrücke eingesammelt, die Jubel zeigen. Zwischen den ganzen Feierszenen tauchen aber auch Bilder auf, die nachdenklich machen.

Nach wie vor herrschen in Argentinien bei einem nicht geringen Teil der Bevölkerung Armut, Korruption und Kriminalität vor. Mit dem WM-Sieg verbunden ist die Hoffnung, dass dieser Erfolg einen wirtschaftlichen Aufschwung in Gang setzt, wie ihn vielleicht Deutschland nach dem WM-Sieg 1954 erleben durfte. Keiner scheint in Argentinien als Leitfigur dafür besser geeignet als Messi – der Fußball-Messias. Es wäre die Fortsetzung einer ganz besonderen Weihnachtsgeschichte.

Die Feiertage auf dem ersten Rang verbringen - diesen Wunsch zu Weihnachten haben sich die Handballerinnen des TV Hersfeld selbst erfüllt. Im letzten Spiel des zu Neige gehenden Jahres gegen das Schlusslicht SVH Kassel hat der bisherige Tabellenzweite endlich die Tabellenführung übernommen. Ob die Hersfelderinnen die Rolle des großen Favoriten auch ausfüllen, wird sich am 14. Januar zeigen, wenn im Topduell in der Bad Hersfelder Geistalhalle der Zweite Twistetal erwartet wird.

Im Namen aller Kolleginnen und Kollegen der Sportredaktion wünsche ich Ihnen, liebe Leser, ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest.

Von Hartmut Wenzel

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