Etliche Rechnungen offen

Auch 2013 kein Askina Sportfest in Kassel

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Gehörte in der Vergangeneheit zu den Stammgästen im Kasseler Auestadion: Stabhochspringerin Silke Spiegelburg.

Kassel. Leichtathletik-Fans müssen weiter warten: Auch 2013 wird es im Kasseler Auestadion kein Sportfest geben. Nach den Querelen um Veranstalter Heinz Hüsselmann war Askina im vergangenen Jahr abgesagt worden.

Später hieß es, der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) würde als Veranstalter einsteigen, „aber das ist momentan kein Thema“, sagt Veranstaltungsdirektor Frank Kowalski. Das Interesse sei durchaus vorhanden gewesen, in Kassel ein Nachfolge-Meeting auf die Beine zu stellen. „Der Verband steht dem Standort äußerst positiv gegenüber“, sagt Kowalski.

Die Deutsche Meisterschaft 2011 habe gezeigt, wie begeisterungsfähig die Zuschauer sind. Nicht zuletzt habe die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen vor Ort hervorragend geklappt. Also hätte der Verband geprüft, ob eine DLV-Gala zu stemmen sei. „Aber die Kosten explodierten. Wir reden von einer Summer zwischen 400.000 und 500.000 Euro. Das ist nicht finanzierbar.“ Laut Ingeborg Trechsler, Vizepräsidentin des Hessischen Leichtathletik-Verbandes und Kreisvorsitzende, gab es noch Überlegungen, ein Meeting Anfang August auf die Beine zu stellen. Dabei sollten deutsche Athleten die Möglichkeit bekommen, noch die letzten Tickets für die WM in Moskau (10. bis 18. August) zu lösen. „Sind wir mal ehrlich: Richtig gute Sportler hätten wir dann nicht gesehen“, meint Trechsler. Mit anderen Worten: entweder richtig, oder gar nicht.

Im Hinblick auf ein großes, internationales Sportfest kursiert seit Kurzem ein ganz anderer Name: Gerhard Janetzky, der Meeting-Direktor des Istaf in Berlin. „Ja, ich habe mich in Nordhessen bereits umgesehen“, bestätigt Janetzky gegenüber der HNA. Der DLV sei an ihn herangetreten. Schließlich weiß der Mann, wie ein Top-Event organisiert wird. Für dieses Jahr hat Janetzky aber abgewinkt. Schon allein deshalb, weil aufgrund des Hessentages und des Stadtjubiläums kein Termin zu finden sei. „Das Kasseler Auestadion ist ein perfekter Ort für ein Leichtathletik-Sportfest“, meint Janetzky. 2014 habe er ins Visier genommen.

Allerdings müssten noch einige Gespräche geführt werden. Die Stadt Kassel würde einem neuen Veranstalter keine Steine in den Weg legen und ihn mit dem Team des Sportamtes unterstützen, teilt Pressesprecher Ingo Happel-Emrich mit. Gleichwohl sind noch viele Fragen offen. „Alle Beteiligten müssen an einen Tisch. Und vor allem müssen Sponsoren gefunden werden“, sagt Janetzky. Außerdem soll das Fernsehen mit ins Boot geholt werden. Bis zum Herbst müssen die wichtigsten Fragen geklärt sein.

„Wir stehen mit unserem bewährten Organisationsteam bereit“, sagt Trechsler. Vorausgesetzt, die Bedingungen des neuen Anbieters passen. Die Kreisvorsitzende hofft, dass es klappt. „Ein großes Sportfest wäre extrem wichtig für die Region.“ (lip)

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