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Eintracht Baunatal ist auf Schützenhilfe angewiesen

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Von: Martin Scholz

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Marcel Lohrbach stand am vergangenen Wochenende 40 Minuten im Baunataler Tor und hofft auf weitere Einsätze. Kevin Trogisch (rechts) hat seine Corona-Infektion überwunden und kehrt in den Kader zurück.
Marcel Lohrbach stand am vergangenen Wochenende 40 Minuten im Tor von Eintracht Baunatal und hofft auf weitere Einsätze. Kevin Trogisch (rechts) hat seine Corona-Infektion überwunden und kehrt in den Kader zurück. © Andreas Fischer

Jammern ist im Moment nicht angesagt beim GSV Eintracht Baunatal. Die Drittliga-Handballer empfangen am Samstag (18 Uhr, Rundsporthalle) die Schalksmühler Dragons und würden gern ihren Hinspielsieg in heimischer Halle wiederholen. 36:31 konnte die Eintracht den aktuellen Tabellenführer aus dem Sauerland in die Schranken weisen. Die Handballspielgemeinschaft aus den Handballvereinen der Stadt Halver und der Gemeinde Schalksmühle dürfte daher auf Revanche sinnen, wie auch Eintracht-Trainer Dennis Weinrich ahnt:

„Vor allem Rückraumspieler Christopher Klasmann wird uns mit seiner Zweitliga-Erfahrung zu schaffen machen. Aber auch sonst sind die Dragons auf allen Positionen bestens besetzt und überzeugen mit ihrer hohen individuellen Klasse.“

Dem können und wollen die Baunataler aber einiges entgegensetzen und erneut unter Beweis stellen, dass sie in der Lage sind, gegen Top-Mannschaften zur Höchstform aufzulaufen.

Weinrich kommt dabei entgegen, dass auch Lasse Reinhardt und Kevin Trogisch ihre Corona-Infektion überwunden und sich am Wochenanfang freigetestet haben – der Kader dürfte daher vollständig sein.

Und auch eine Veränderung in der Standard-Aufstellung hat am vergangenen Wochenende positive Effekte gebracht. So stand beim Sieg gegen Opladen erstmals Marcel Lohrbach die ersten 40 Minuten im Tor.

„Marcel hat sich aufgrund seiner Trainingsleistungen empfohlen, und wir wollten Marian Mügge einmal entlasten“, sagt Torwarttrainerin Gabi Ghosh. Lohrbach sei ein komplett anderer Torwarttyp, der aufgrund seiner Größe gegen starke Rückraumschützen überzeugen könne. „Außerdem kennen alle unserer Gegner Marian und wissen, dass er vor allem im Spiel 1:1 seine Stärken hat. Da kann ein Wechsel manchmal hilfreich sein“, sagt Ghosh.

Weinrich ist sich trotz solcher personellen Änderungen aber darüber im Klaren, dass ein Vorrücken auf den sechsten Platz aus eigener Kraft nicht mehr möglich ist, will aber den verschenkten Siegen in der Saison nicht nachtrauern: „Wir sind auf Schützenhilfe angewiesen, wenn wir es auf den Nichtabstiegsplatz schaffen wollen, aber wir wollen natürlich den Druck auf Gummersbach durch eigene Siege so groß wie möglich gestalten. Wenn die jetzt noch zweimal verlieren und wir gewinnen, sind wir wieder da.“ (Martin Scholz)

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