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Handball: Aufholjagd des TVH bleibt ohne Happy End

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Mark Petersen (in Weiß) und der TV Hersfeld mussten auch gegen Dittershausen alles reinwerfen. Am Ende aber reichte es beim 28:34 nicht für etwas Zählbares.
Mark Petersen (in Weiß) und der TV Hersfeld mussten auch gegen Dittershausen alles reinwerfen. Am Ende aber reichte es beim 28:34 nicht für etwas Zählbares. © Stefan Kost-Siepl

Handball-Landesligist TV Hersfeld hat es verpasst, nachzulegen: Nach dem 33:30-Erfolg im Kellerduell gegen Gensungen/Felsberg II am Lolls-Samstag, unterlag die Mannschaft von Trainer Christian Weiß am Samstagabend in der Geistalhalle der TSG Dittershausen mit 28:34 (18:21).

Bad Hersfeld - Die Gäste aus dem Landkreis Kassel waren über 60 Minuten das homogenere Team und siegten am Ende verdient – wenn auch um das ein oder andere Tor zu deutlich.

„Wir haben uns nach ganz schwachem Beginn gesteigert, haben uns reingekämpft und waren Mitte der zweiten Halbzeit dann auch dran. Aber es hat letztlich nicht gereicht, um das Spiel in unsere Richtung zu kippen“, analysierte Trainer Weiß und lieferte damit eine absolut realistische Einschätzung. Ohne die Leistungsträger Andreas Krause und Lukas Berger (beide in Urlaub), ohne Torwart-Routinier Sascha Kepert, sowie ab der zweiten Halbzeit auch ohne Teamkapitän Sven Wiegel, der sich nach starker Leistung und sechs Treffern in den ersten 30 Minuten direkt aus der Halle ebenfalls auf den Weg in den Urlaub machte, fehlten Trainer Weiß die Alternativen, um die Partie mit seiner Rumpftruppe gewinnen zu können. Erschwerend hinzu kam, dass der junge Spielmacher David Schikarski nach 48 Minuten mit einer Wadenverletzung aussteigen musste.

Da ist in der Geistalhalle gerade die Crunch-Time – also die entscheidende Phase der Partie – angebrochen. Mark Petersen gelingt beim 25:25 per Siebenmeter erstmals der Ausgleich für den TVH. Fabian Rudolph bringt die Gäste in Führung. Schikarski scheitert für den TVH und verletzt sich dabei, Torwart Niklas Kürten pariert den Siebenmeter von Dittershausens Christian Siebert und dann gleich noch einmal einen Wurf aus dem Rückraum des erfolgreichsten Gästespielers (sechs Treffer).

Jetzt sind auch die gut 150 Zuschauer da und feuern die Gastgeber an. Marc Förtsch gelingt abermals der umjubelte Ausgleich. Doch Dittershausen bleibt cool. Zweimal trifft Rudolph aus dem Rückraum: 26:28. Jonathan Kromm verkürzt für den TVH. Noch sieben Minuten. Dittershausen nach Zeitstrafe in Unterzahl. Doch dem TVH zittern jetzt die Hände. Dittershausen nicht. Mit vier Treffern in Folge entscheiden die soliden und auch clevereren Gäste die Partie verdient zu ihren Gunsten.

Das ist umso ärgerlicher, weil die Hersfelder nach desolaten ersten zehn Minuten schon mit 4:10 zurückgelegen, sich binnen fünf Minuten mit einem 6:1-Lauf auf 10:11 herangekämpft und bis zur Halbzeit dann irgendwie doch noch inakzeptable 21 Gegentreffer bekommen hatten (18:21).

Weil sie sich in der zweiten Halbzeit – gestützt auf den immer stärker werdenden Kürten im Tor – gesteigert, herangekämpft und ausgeglichen hatten. Eine Führung aber, die sollte dem TVH in den gesamten 60 Minuten nicht gelingen. „Wir haben eigentlich ein ganz gutes Spiel gemacht. Aber leider waren nur zwei Spieler, Niklas Kürten und Sven Wiegel, sehr gut. Das reicht dann in der Landesliga in Summe nicht, um ein Spiel zu gewinnen“, fasste Trainer Weiß zusammen. Auch damit lag er richtig. (Sascha Herrmann)

TVH: Kürten, Hüter (22.-30.) - Kehl, Abad, Förtsch 4/2, Schikarski 1/1, Koch 2, Petersen 5/1, Becker 1, Wiegel 6, Thole 5, Kromm 4, Schmidt

Dittershausen: Glöckner, Lengemann - Rudolph 5, Gerlach 3, Jentzsch 2, Braun 2, Stein 1, Bachmann 1, Kessler 4, Siebert 6/2, Appel 4, Benedix 6

SR: Arend/Ganasinski - Z:150

Zeitstrafen: 6 - 10 Minuten

Siebenmeter: 6/4 - 3/2

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