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Ein furioser Start

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Den Ball habe ich: Bebras Josko Sut (links) behauptet das Leder im Zweikampf mit Luca Fälber.
Den Ball habe ich: Bebras Josko Sut (links) behauptet das Leder im Zweikampf mit Luca Fälber. © Alicia Kreth

Die Fußball-Kreisoberliga ist im zweiten Anlauf in die Play-off-Serie gestartet. Bis auf zwei Begegnungen sind trotz des Dauerregens am Donnerstag und Freitag alle Spiele über die Bühne gegangen - mit zum Teil überraschenden Ergebnissen.

Hersfeld-Rotenburg – Der Termin-Hickhack über die Osterfeiertage bleibt den Vereinen somit erspart. Spielabsagen gab es nur in Neuenstein und in Wildeck. Neuenstein gegen Weiterode in der Aufstiegsrunde war ursprünglich auf Gründonnerstag verlegt worden, wird aber nun am 22. April ausgetragen, genauso wie Wildeck gegen Heinebach in der Abstiegsrunde.

Zweimal ein 2:2, beide Male gab es nur zwei Torschützen und auf beiden Sportplätzen war der Spielverlauf derselbe: Die Begegnungen zwischen Philippsthal und Friedewald/Ausbach in der Abstiegsrunde sowie zwischen der FSG Bebra und Niederaula/Kerspenhausen in der Aufstiegsrunde hatten einige Gemeinsamkeiten.

In Philippsthal brachte Tim Ruch die Gastgeber mit einem Doppelschlag in Führung, Leon Langhans schoss Anschlusstreffer und Ausgleich, allerdings schon vor der Pause. Auf Bebras Kunstrasen traf zweimal Mehmed Yigit für Niederaula, ehe Manuel Schmidt mit beiden Toren für die Bebraer ausglich.

Sowohl in Philippsthal als auch in Bebra war der Ausgleichstreffer umstritten. Markus Kranz räumt ein, dass es einen Kontakt zwischen zwei Spielern gegeben haben muss. „Das hätte aber nicht sein müssen“, sagt der Philippsthaler Trainer. Diskussionen gab es auch in Bebra. Niederaulas Frank Ullrich war nach dem Abpfiff sehr erregt. So kannten ihn Niederaulas Fans eigentlich nicht. Nach dem Treffer zum 2:2 rannte Ullrich wutentbrannt in Richtung Schiedsrichter Johannes Bock und wollte von ihm wissen, wieso er drei Minuten länger als angezeigt hat spielen lassen. Genau in dieser Zeit fiel der Ausgleich zum 2:2 durch Manuel Schmidt. Mit der letzten Aktion stocherte der Bebraer Angreifer nach einem Freistoß den Ball über die Linie – Tor, Abpfiff – Jubel bei Bebra, Ärger bei Niederaula.

Ullrich war nicht zu beruhigen. Er räumte zwar ein, dass sein Team in den letzten Minuten hätte besser verteidigen müssen, deutete aber ein weiteres Gespräch mit dem Schiri an. Ob es also noch ein weiteres „Nachspiel“ gibt, bleibt abzuwarten. Weil die Kreisoberligisten das Osterwochenende über spielfrei haben, haben die Gemüter Zeit, sich zu beruhigen.

Das 2:2 zwischen Bebra und Niederaula/Kerspenhausen spielt Spitzenreiter Hohe Luft natürlich in die Karten, der in Breitenbach bei Niederjossa/Breitenbach klar mit 2:0 gewann. Die Hohe Lufter, die als Nächstes nach Niederaula müssen, haben somit ihren Vorsprung auf zehn Punkte ausgebaut. Die SG Dittlofrod/Körnbach rutschte nach einem 3:0-Sieg gegen Hohenroda dichter an Bebra heran.

In der Abstiegsrunde schoss die SG Mecklar/Meckbach/Reilos den höchsten Tagessieg gegen Steinbach II heraus. Dabei stand die Partie in Mecklar am Samstag auf der Kippe. „Es standen noch einige Pfützen auf dem Platz“, sagt Betreuer Uwe Horn und zeigt Fotos auf seinem Handy. Doch der Gastgeber hatte in Bestbesetzung den Gegner von Anfang an im Griff.

Auffälligster Spieler war Philipp Prokopenko, der im Angriff auf allen Seiten zu finden war – rechts, links und in der Mitte. Der pfeilschnelle Stürmer hatte auch einige gute Möglichkeiten. Zweimal rettete der Pfosten, als MMR schon den Torschrei auf den Lippen hatte. Doch in Minute 35 war es endlich soweit. Prokopenko ließ zwei Spieler inklusive Torwart aussteigen und schoss flach ins linke untere Eck zum 1:0. Der Treffer war gleichzeitig der „Türöffner“ zum Sieg.

Erst in der 60. Minute erhöhte Yasin Kayha auf 2:0. Und endgültig waren die aufopferungsvoll verteidigenden Steinbacher in der Schlussphase geschlagen, als Philipps Bruder Roman und Dominik Oelschläger auf 3:0 und 4:0 erhöhten. Die Erleichterung war Horn danach am Gesicht abzulesen. „Wenn wir heute nicht gewonnen hätten, wäre bestimmt ein bisschen die Panik ausgebrochen.“

Von Hartmut Wenzel und Sebastian Krause

Jubel um Tim Ruch: Der Philippsthaler hat sein Team soeben im Derby gegen Friedewald/Ausbach mit 1:0 in Führung gebracht.
Jubel um Tim Ruch: Der Philippsthaler hat sein Team soeben im Derby gegen Friedewald/Ausbach mit 1:0 in Führung gebracht. © Firedhelm Eyert
Türöffner zum Sieg: Philipp Prokopenko (links) schoss für MMR gegen Steinbach das 1:0.
Türöffner zum Sieg: Philipp Prokopenko (links) schoss für MMR gegen Steinbach das 1:0. © Hartmut Wenzel
Ausgleich: Philippsthals Schlossarek muss Langhans Elfer passieren lassen.
Ausgleich: Philippsthals Schlossarek muss Langhans Elfer passieren lassen. © Friedhelm Eyert

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