Corona stoppt die Kicker im Kreis Hersfeld-Rotenburg

Fußball-Hallenturniere abgesagt

Kein Hallenfußball: Die Turniere werden in dieser Wintersaison nicht stattfinden.
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Kein Hallenfußball: Die Turniere, wie hier zum Beispiel der von der SG Hessen Hersfeld ausgerichtete Wettbewerb um den HZ Cup, werden in dieser Wintersaison nicht stattfinden.

Der Hessische Fußball-Verband (HFV) hat wegen der Corona-Pandemie alle Hallenfußballturniere absagen müssen. Die Vereine trifft das hart, nicht nur aus finanziellen Gründen.

Hersfeld-Rotenburg – „Überrascht hat uns das nicht“, gibt Thomas Becker, Pressewart des Fußballkreises Hersfeld-Rotenburg zu. Dass in der Halle in diesem Winter kein Ball rollen würde, das war Spielern wie Funktionären klar.

„Die Hallen-Kreismeisterschaften in Obersuhl haben wir von uns aus trotzdem nicht abgesagt, sondern uns alles offengehalten“, erklärt Becker. Das Aus für das Turnier im Januar kam dann aber nach der Sitzung des HFV-Vorstands, der auch Becker beiwohnte. Gleichzeitig stoppten die Verbandsoberen auch alle Vereinsturniere. „Für die Vereine ist das schwierig, es fehlen die Einnahmen“, nennt Becker Nachteile. Andererseits: Durch die komplizierten Corona-Sicherheitsmaßnahmen sei auch mehr Personal notwendig geworden, was viele Klubs vor Probleme gestellt hätte. „Dennoch hatten wir auf 2G gehofft“, gibt Becker zu.

Anders, aber mit gleichem Resultat, lief es beim Nachwuchs. Hier hatte der HFV von sich aus alle seine Turniere abgesagt, den Kreisen jedoch freie Hand gelassen. Der Fußballkreis Hersfeld-Rotenburg entschied sich dann von sich aus für eine Absage – erst für Meisterschaften aller Altersklassen, dann auch für kleinere Vereinsturniere.

Thomas Becker hofft, dass im kommenden Jahr in der Halle gespielt wird, sieht aber auch für die Freiluftsaison Probleme: „Was ist mit der Nutzung der Sporthäuser und mit dem Verkauf?“ Da drohten den Klubs Verluste.

HZ Cup

Alljährlich war die SG Hessen Hersfeld Ausrichter des Fußballturniers um den HZ Cup zwischen den Jahren. „Mit allem Drum und Dran, mit Jugend- und Alt-Herrenturnier, war es ein echtes Happening am Jahresende“, sagt Oliver Wiedemann von der SG Hessen. Die Fußballer seien generell froh, dass die Vorrunde vorüber sei. „Wir können jetzt erst einmal entspannt in die Winterpause gehen“, ergänzt Wiedemann, der zum Orga-Team der Hersfelder gehört. Hätten die Hallenturniere stattfinden können, wären die Hersfelder bereit gewesen. Auch wenn die eigene Mannschaft nur in der B-Liga spielt, hätte es ein Turnier gegeben, betont Wiedemann: „Wir hätten es in Angriff genommen.

Reserve-Cup

Noch vor ein paar Wochen schien es so, als ob das Hallenfußballturnier um den 29. Reserve-Cup, dass der TSV Ransbach alljährlich Ende Januar und Anfang Februar in der Großsporthalle ausrichtet, stattfinden könnte. Die ersten Orga-Sitzungen zu diesem Mammutturnier verliefen noch mit großem Optimismus.

„Zuletzt war es so, dass es immer schwieriger wurde, dass sich Mannschaften für das Turnier meldeten“, sagt Ralf Burghardt. „Das war diesmal nicht so“, erzählt der Vorsitzende. „Die Nachfrage war nach dem Ausfall in diesem Jahr groß. Wir hätten das Feld locker voll bekommen.“ Allerdings sieht er es auch kritisch: „Beim Reserve-Cup sind die Zuschauerränge voll, vorn im Foyer ist viel los.“ Obwohl das Turnier für die Fußballabteilung viel Arbeit bedeutet hätte, hätte es immer Spaß bereitet. Der Ausfall schmerzt natürlich auch finanziell.

Denn im Sommer wurde das Vereinsheim des TSV ausgebaut. Nicht nur aus diesem Grund denkt man im kommenden Jahr über ein Alternativprogramm nach der Serie nach. „Wir haben bislang nur überlegt. Konkret ist da aber noch nichts.“

Von Hartmut Wenzel und Rainer Henkel

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