Ausbach/Friedewald steigt endlich auf

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Maßgeblichen Anteil am Titelgewinn hatte Baran Demir (links), bester Torschütze der Liga, hier gegen die Unterhauner Lorenz und Pfannkuch.

Die Fußballer der SG Ausbach/Friedewald steigen in die Kreisoberliga auf.

Diesmal hat’s geklappt. Die Fußballer der SG Ausbach/Friedewald sind in der Kreisoberliga angekommen – als sogenannter Corona-Meister nach Beendigung der Fußballsaison.

14 von 26 Spiele absolvierten die Kicker von Trainer Markus Höhn – am Ende wiesen sie mit 2,57 den bei Weitem besten Quotienten auf. Diese Berechnungsart war notwendig geworden, da nicht alle Klubs zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs die gleiche Anzahl an Spielen ausgetragen hatten. – siehe Hintergrund. Und die Meisterfeier, zurzeit natürlich noch ausgesetzt, ist für einen späteren Zeitpunkt fest eingeplant. „Das haben die Jungs sich doch verdient“, sagt der Coach schmunzelnd.

Titel und Aufstieg – sie waren lau

t Trainer Höhn nicht einmal erklärtes Saisonziel des Teams gewesen. Zweimal hatte die SG Ausbach/Friedewald in den vergangenen Jahren den angepeilten Aufstieg in der Relegation knapp verpasst, dann waren fünf oder sechs Leistungsträger gegangen. „Darunter waren Führungsspieler, das war schon ein Aderlass“, kommentiert der Trainer.

Sich aneinander gewöhnen, Neuzugänge integrieren, im oberen Tabellendrittel landen – so lauteten die bewusst defensiv formulierten Vorstellungen.

„Dann aber hat es perfekt gepasst“, schwärmt Höhn, der in Ausbach und Friedewald „Viele tolle Leute kennengelernt“ und einen großartigen Zusammenhalt erlebt hat.

Die Geschlossenheit, die er als absolute Stärke der Mannschaft ausgemacht hat, ging einher mit einem weiteren Trumpf: der konditionellen Stärke. „In vielen Spielen haben wir zurückgelegen und das Ding oft noch in der Schlussphase umgebogen, oft noch in den letzten Minuten.“, erinnert sich der Trainer.

Höhn weiß aber auch: „Das Pfund, mit dem seine Mannschaft in der A-Klasse wuchern konnte, wird in der Kreisoberliga nicht so stark ins Gewicht fallen. „Wir müssen aufpassen, dass wir weniger frühe Gegentreffer kassieren. In der Kreisoberliga weht ein anderer Wind, da holen wir solche Rückstände nicht so einfach mal auf. Da nutzen die Gegner solche Schwächen aus.“

Schon im vergangenen Oktober hatten sich Höhn und die Spielgemeinschaft darauf geeinigt, dass die Zusammenarbeit weitergehen soll. Mittlerweile sind die Verantwortlichen auch im Gespräch mit potenziellen Neuzugängen. Zwei Rückkehrer stehen bereits fest: Kevin Krause und Leon Langhans (von Hohenroda) wollen das SG-Trikot nach ihrem Abgang vor der Serie nun wieder überstreifen.

In der Kreisoberliga ist naturgemäß der Klassenerhalt das Ziel. „Das wird eine echte Herausforderung, gerade weil es am Ende der Spielzeit einige Absteiger geben wird.“, weiß Markus Höhn. „Aber Vorstand, Spieler und ich freuen sich darauf.“ Einige Spiele der Kreisoberliga hat er gesehen und ist zu dem Urteil gekommen: „Wenn wir das ernsthaft angehen, haben wir durchaus eine Chance.“ Derzeit hat Höhn seinen Spielern zwei Wochen Pause gegeben. In der zweiten Juliwoche bittet er die Kicker dann wohl wieder zum Training.

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