Wochenend-Kolumne

Nachspielzeit: Bälle, Bomber und Bergstrecken

Hartmut Wenzel, Sportredakteur Hersfeld
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Hartmut Wenzel

Um Torjäger, den Tod einer Fußball-Legende, sowie das Bergfahren des RSV Bad Hersfeld am Eisenberg, geht es diesmal in unserer Wochenend-Kolumne „Nachspielzeit“.

Bad Hersfeld - Das vergangene Wochenende war das der Torjäger in der Fußball-Kreisoberliga. Emmanuel „Emma“ Crawford gelang einen Tag nach seiner Hochzeit ein Hattrick für den FSV Hohe Luft beim 4:1-Heimerfolg gegen Niederjossa, Leon Langhans markierte alle drei Tore für Friedewald beim 3:0-Erfolg gegen Gudegrund. Den Vogel schoss aber André Deneke ab, der viermal beim 7: 1 gegen MMR, seinen Heimatverein, einlochte. Es war ein viel beachteter Erfolg, der ihm einige Glückwünsche nicht nur in Neuenstein – hier wohnt er seit einiger Zeit – einbrachte.

Ohne Denekes Leistung schmälern zu wollen: Betrachtet man die Torschützenliste der beiden Kreisoberliga-Spieltage vom Freitag und Sonntag ergibt sich eine andere Reihenfolge der Besten. Fünfmal in zwei Spielen lag der Ball von Jan Ullrich (SG Niederaula) im Netz – viermal am Freitag beim 6:1 in Steinbach, am Sonntag legte er beim 2:0 in Philippsthal mit einem weiteren Treffer nach. Vier Tore insgesamt waren es auch bei Leon Langhans, der seinem Dreier am Sonntag gegen Gudegrund einen Treffer beim 2:5 gegen Hohenroda vorausschickte.

Die Treffer am Sonntag fielen an einem besonderen Tag – dem Todestag von Gerd Müller. Der „Bomber der Nation“ hatte auch einige wenige Auftritte in der Region. Zum Beispiel in Neukirchen in der Schwalm oder in Fulda, wo er zu Regionalligazeiten als Trainer der zweiten Mannschaft des FC Bayern aufkreuzte. Bei den Pressekonferenzen ließ sich Müller grundsätzlich nicht blicken. Er sah es nicht als seine Aufgabe an, sich mit Kommentaren zum Spiel in den Mittelpunkt zu rücken. Das mussten andere übernehmen. Für Kicker-Generationen aber sind seine Tore Kult. Für sie hat die Fußballersprache sogar eine Redewendung eingeführt. Wenn „es müllert“ im Strafraum ist ein Tor aus einer unmöglichen Situation heraus gefallen – eben ein Tor, wie es Gerd Müller geschossen hätte.

Der neue „Bergkönig“ vom Eisenberg stammt aus Langen bei Offenbach und heißt Martin Maertens. Der 28-Jährige, der schon seit Jugendtagen Radrennen fährt, schaffte die Strecke beim Zeitfahren des RSV Bad Hersfeld von Gersdorf bis auf den 636 Meter hohen Gipfel in starken 13:03 Minuten. Im Internet hat Maertens, der in Kürze beim Ötztal-Radmarathon starten will, eine Wattzahl veröffentlich, die nahe an Leistungen von Profis heranreicht. Beim Bergrennen hatte er sich bei den „Jedermännern“ angemeldet. Das muss er im kommenden Jahr nicht mehr, sollte er den Titel verteidigen wollen.

Schönes Wochenende

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