Heute vor 60 Jahren spielte der TV Kirchbauna in der Frankfurter Festhalle

Den Ball in Körle geholt

Handballer des TV Kirchbauna am 16. Februar 1952 mit (hinten von links) Hans Kümmel, Hans Schwedes, Karl Diegler, Hermann Gabriel, Willi Käse, Erich Siebert, (vorn) Karl Berninger, Hans Diegler und C. Gerlach. Foto: Privat/nh

Kassel. Karl Berninger gehört zusammen mit Willi Käse und Hans Schwedes zu den drei Überlebenden der Handballer des damaligen TV Kirchbauna, die 1952 in der Frankfurter Festhalle an den süddeutschen Meisterschaften im Hallenhandball teilnahmen.

Über seinen Sohn Thomas ließ Berninger, inzwischen 84 Jahre alt, RegioWiki ein Bild zukommen, das am 16. Februar, heute vor 60 Jahren, in Frankfurt aufgenommen wurde.

Berninger schrieb dazu: „Obwohl unser Bild in der Halle entstand, wurde in Kirchbauna vorwiegend Feldhandball gespielt. Nach dem Krieg versuchte man wie woanders auch im Sport wieder ein Stück Normalität zu gewinnen. Legendär waren die Duelle mit der Sutter-Elf des SV Harleshausen. Weitere reizvolle Duelle wurden gegen Oberzwehren und Gensungen ausgetragen. Nachdem erst ausschließlich Feldhandball gespielt wurde, hielt auch in Kirchbauna der Hallenhandball Einzug. Die ersten Spiele fanden in der Kurhessenhalle auf Betonboden statt. Am Tag zuvor war dort Viehauktion, dann spielten die Handballer.“

Berninger berichtet weiter, dass die Kirchbaunaer eine Zeit lang vor dem Spiel mit dem Fahrrad nach Körle fahren und einen Spielball holen mussten, sie hatten nämlich keinen eigenen. Und nach dem Spiel musste der Ball wieder zurückgebracht werden. Ab 1955 hieß der TV Kirchbauna, der 1945 als FSV Kirchbauna gegründet wurde, dann Spielvereinigung, ab 1965 SV Kirchbauna und ging schließlich 1970 im heutigen KSV Baunatal auf. (fri)

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