Mountainbike: Die ersten Rotenburger Eismänner und -frauen sind gefunden

Bank/Wolf wie im Flug

Ein anstrengendes Unterfangen: Mit jeder Runde wurde der Boden beim Iceman matschiger. Der Anstieg zur Alm bereitete schwere Beine. Foto: Walger

Rotenburg. Ein Mountainbikerennen der Extraklasse in idyllischer Umgebung - das war der Iceman am Samstag am Rotenburger Rodenberg.

Sechs Stunden lang kämpften sich die Radsportler über immer matschiger werdende Wiesen und Wege. Neben Sonne, Regen, Schneefall und Wind sorgte ein auf die Strecke gestürzter Baum dafür, dass die Sportler an ihre Grenzen gerieten. Meter für Meter kämpften sie sich Runde um Runde zur Alm hoch, um dann auf der schnellen Abfahrt wieder tief Luft zu holen.

„Hätte ich gewusst, dass es so anspruchsvoll sein würde, wäre ich im Zweierteam gestartet“ sagte Anne Subklew aus Berlin. Sie war in den vergangenen Jahren schon erfolgreich für die Mannschaft Ostwest-Express bei Zwölf-Stunden-Rennen dabei. Sie landete bei den Damen auf Platz zwei hinter Nadine Loos (Team Radsport Manfred Möller) aus Hersbruck, die in den sechs Stunden genau 20 Runden schaffte. Loos gewann auch das Preisgeld für die schnellste Runde. Für diese brauchte sie 12.41,1 min.

Braun/Bretting gut drauf

Die Lokalmatadoren Frank Braun und Thomas Bretting (Sporttreff-Team Rotenburg) sorgten für eine kleine Sensation. „Ohne große Erwartungen sind wir gestartet“, berichtet Thomas Bretting. Einfach in die Saison starten, mehr war nicht angepeilt. Doch Runde um Runde spulten die beiden dann ab, alle 90 Minuten wechselten sie sich dabei ab. Am Ende standen für sie 30 Runden, die schnellste davon in 10:37,6 min, und Platz zwei unter sieben Duos zu Buche.

Übertroffen - und das deutlich - wurden sie nur von Christian Bank und Patrik Wolf (EldoradoMTB-Team). Sagenhafte 40 Runden absolvierten Bank/Wolf. Patrick Wolf war es auch, der in 7:37,2 min die schnellste Schleife des Tages fuhr. Dafür gab es 150 Euro Preisgeld.

Für gute Laune trotz der mäßigen äußeren Bedingungen sorgten unter anderem Maik Kaufmann und Martin Cieklinski vom Team Barmenia/Sportler helfen. Obwohl sie in der Kategorie Herren/Einzel starteten, waren sie auf der Strecke unzertrennlich. Mit sportlichem Ergeiz warteten sie geduldig aufeinander, schoben sich gegenseitig die steilen Abschnitte hoch und hatten auch für die anderen Radfahrer immer einen ermunternden, witzigen Spruch auf Lager.

Das bescherte dem Duo zwar nur die Ränge 13 und 14, doch die Enttäuschung darüber hielt sich in Grenzen: „Unseren Leistungshöhepunkt streben wir im September an. Man muss sich ja die Möglichkeit offen halten, sich noch steigern zu können. Dafür waren wir diejenigen die eindeutig den größten Spaß an dem Rennen hatten!“, stellten sie fest.

Auch die Veranstalter ziehen ein positives Fazit. Bis auf ein kleines, technisches Problem am Ende des Wettbewerbs ist Organisator Eilert Bretting von German Quest Events froh über einen reibungslosen Ablauf ohne spektakuläre Stürze oder Verletzungen. „Das ist nicht selbstverständlich“ sagte er, und bedankte sich bei den Teilnehmern für faires, rücksichtsvolles Verhalten auf der Strecke. (red)

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