Allstar-Tag: 3300 Göttinger Fans feiern ein großes Basketball-Fest

Korb im Blick: Berlins Luke Sikma (43) im Duell mit Ludwigsburgs Johannes Thiemann (32). Mit der Nummer 20 Göttingens Michael Stockton vor Münchens Mike Zirbes und Braunschweigs Ex-Göttinger Scott Eatherton. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Was für eine Veranstaltung! Vor 3300 Zuschauern in der ausverkauften Lokhalle wurde der 30. Allstar-Tag der Basketball-Bundesliga zum Festtag der deutschen und ausländischen Korbjäger. Im Haupt-Event des Tages siegte das „Team International“ gegen das „Team National“ mit 145:132 (74:64). Michael Stockton von der BG Göttingen war der effektivste Spieler der freundschaftlichen Partie mit zwölf Assists.

Wie schön Basketball sein kann, wenn es nicht um Punkte oder taktische Zwänge geht, zeigte das Duell der Bundesliga-Stars. Verteidigung war nicht angesagt und so wurde das Spiel zum munteren Körbewerfen. Am Ende war Peyton Siva von Alba Berlin der erfolgreichste Werfer für die „Internationals“ mit 23 Punkten vor Münchens Devin Booker (22). Stockton kam auf acht Zähler. Bei den deutschen Spielern ragte Ulms Ismet Akpinar mit 16 Punkte heraus. Göttingens Dominic Lockhart konnte nicht mitspielen, weil er sich gegen Bayreuth verletzt hatte. „Das war eine großartige Atmosphäre, eine super Veranstaltung“, schwärmte Stockton, dessen Vater John und Bruder David das Spiel auf der Tribüne mit verfolgten.

Riesen-Jubel um „Kulle“

Den wohl emotionalsten Moment gab es in der Halbzeitpause der Top-Matches, als Robert Kulawick zum Dreier-Wettbewerb der Legenden antrat. Die 3300 Fans feierten „Kulle“, der die BG Göttingen in der vorletzten Saison vorm Abstieg rettete, mit einem tosenden Beifallssturm. Der Berliner trat gegen Trainer Sebastian Machowski (in Bremerhaven vor kurzem gefeuert) an, der seinen Titel verteidigte. Kulle belegte Platz zwei vor Sven Schultze (Alba Berlin).

Im Spiel der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga spielte Niko Schultz von den BG-Juniors für das Team Nord gegen den Team Süd mit. Er steuerte fünf Punkte zum 88:79-Sieg des Nordens bei. „Diesen Tag werde ich nie vergessen“, strahlte der 18-jährige Center des Göttinger NBBL-Teams bis über beide Ohren.

Abrams dunkt am besten

Den Dunking-Wettbewerb sicherte sich Jamar Abrams von den Gießen 46ers vor dem Brian Butler von Pro B-Ligist Elchingen. In der Jury saß neben Bundestrainer Henrik Rödl und „Flying“ Henning Harnisch auch Göttingens Basketball-Legende Wilbert Olinde, der sich am Rande fröhlich mit Ex-Bundes- und ASC-Trainer Terry Schofield unterhielt.

Den Dreier-Contest entschied Bambergs Nationalspieler Maodo Lo für sich und kassierte dafür 1000 Euro von BBL-Chef Dr. Stefan Holz.

Zum wertvollsten Spieler (Most Valuable Player = MVP) wurde Berlins Peyton Siva gewählt.

Für die vielen Kinder waren vor allem die bunten und witzigen Maskottchen der Bundesliga-Klubs eine Attraktion. Angeführt vom Göttinger Maskottchen „Zuffi“ trieben sie ihre Scherze rund um den Basketball-Court. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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