Basketball: Finalserie jetzt wieder ausgeglichen

Bamberg feiert das Sekunden-Comeback

Dawan Robinson

München. Die Bamberger Basketballer haben gegen den FC Bayern in Finale Nummer zwei zurückgeschlagen. Beim 80:78 gehen die Oberfranken 0,1 Sekunden vor Schluss zum ersten Mal in Führung und jubeln.

Was für ein Basketball-Krimi: Mit dem allerletzten Wurf haben die Brose Baskets Bamberg den Kampf um die deutsche Basketball-Meisterschaft gegen Titelverteidiger FC Bayern wieder völlig offen gestaltet. 80:78 (35:49) siegten die Oberfranken am Mittwochabend in München und glichen in der Finalserie zum 1:1 aus. Es wird damit mindestens vier Finalspiele geben.

Die Bamberger schafften vor 6700 Zuschauern im ausverkauften Münchner Audi Dome das Kunststück, 0,1 Sekunden vor Schluss durch einen Korbleger des US-Amerikaners Dawan Robinson zum ersten und einzigen Mal in 40 Spielminuten in Führung zu gehen und eine famose Aufholjagd zu einem glücklichen Ende zu führen.

„Wir haben es heute geschafft, ein Spiel zu gewinnen, das für uns über 30 Minuten sehr, sehr schlecht aussah“, sagte Bambergs glücklicher Trainer Andrea Trinchieri. Er lobte die Leidenschaft und den Willen seines Teams, das in Brad Wanamaker (19 Punkte) und Nationalspieler Daniel Theis (15) seine besten Werfer hatte.

„Wir haben Bamberg den Sieg geschenkt“, meinte dagegen Bayerns Flügelspieler Nihad Djedovic, der seine 15 Punkte alle in der ersten Hälfte erzielt hatte. Center John Bryant war mit 16 Punkten erfolgreichster Bayern-Schütze. „Ich glaube, uns hat ein bisschen die Kraft gefehlt, nicht nur physisch“, resümierte Coach Svetislav Pesic.

Bayern bangt um Gavel

Das dritte Endspiel findet nun am Sonntag (19 Uhr) wieder in Bamberg statt, wo auch eine möglicherweise entscheidende fünfte Partie stattfinden würde. „Es steht 1:1 - und die Serie ist wieder offen“, kommentierte Bayerns Geschäftsführer Marko Pesic.

Der Titelverteidiger muss um den weiteren Einsatz von Anton Gavel bangen. Der Ex-Bamberger zog sich eine Hüftblessur zu. „Er hatte starke Schmerzen“, berichtete Trainer Svetislav Pesic besorgt nach dem in letzter Sekunde verlorenen Finale Nummer zwei. (dpa) Foto:  nh

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