Basketball: 53:91-Niederlage der Göttinger fällt zu hoch aus / Kronberg setzt sich gegen Berlin durch

Bayern zu stark, BG-Minis Vizemeister

Gegnerischen Korb im Blick: Göttingens Hendrik Hadenfeldt (am Ball) wird von Bayernspielern bedrängt. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Zum ganz großen Wurf hat’s nicht gereicht, aber trotzdem große Freude bei den U 14-Basketballern der BG 74 Göttingen! Nach einer klaren 53:91 (29:44)-Niederlage gegen den FC Bayern München ist der Veilchen-Nachwuchs deutscher Vizemeister in dieser Altersklasse. Fast 500 Zuschauer feierten in der FKG-Halle neben dem verdienten Sieger vor allem das heimische Team. Dickes Lob gab es von Johan Roijakkers, Chefcoach der Bundesliga-Profis: „Wer im Finale steht, kann nicht viel falsch gemacht haben!“ Zuletzt hatten die BG 74-Jungs 2003 mit der U 18 den deutschen Meister gestellt, und 2005 war die U 20 in der Endrunde Vierter geworden, beide Male von Hans-Werner Schmidt trainiert.

Bayern verdienter Meister

Keine Frage, am Ende wurden die Bayern verdient deutscher Meister, weil „unser Gameplan, den wir uns vorgenommen hatten, die Bayern nicht ins Rollen kommen zu lassen, nicht aufging“, meinte BG 74-Trainer Aaron Plate, der dennoch unglaublich stolz auf sein Team war. Konnte er auch sein, auch wenn am Ende das Ergebnis zu hoch ausgefallen war. Die Gastgeber konnte indes bis zum Schluss ihre Nervosität nicht ablegen, ließen den Bayern immer wieder zu viele Wurfchancen zu, da sie gegen die Reboundstärke der Münchener, die häufig drei bis vier Rebounds in Folge benötigen, um den Ball zu versenken, kein probates Mittel fanden. Hinzu kamen die vielen unnötigen Ballverluste der Göttinger, die die Bayern immer wieder zu erfolgreichen Tempogegenstößen nutzten. Nicht zu halten von den BGern war Leo da Silva, der immer wieder erfolgreich in die gegnerische Zone zog und so seine Punkte erzielte.

Am Samstag waren die Göttinger durch einen hart erkämpften 78:74 (41:31)-Sieg gegen den MTV Kronberg (Hessen) ins Endspiel eingezogen. Viel leichter hatten es die unter anderem von Ex-Nationalspieler Steffen Hamann betreuten Münchener bei ihrem 95:54-Sieg gegen Alba Berlin.

Unter den Augen von BG-Chefcoach Johan Roijakkers und mehrerer BG-Gesellschafter lieferten sich die von den Trainern Aaron Plate und Felix Gerland gecoachten Veilchen einen packenden Kampf mit den Hessen.

37 Punkte von Lennart Schulz

Zur Pause führte die BG 74 klar, verspielte den Vorsprung jedoch nach dem Wechsel. Herausragender Spieler war Lennart Schulz, der mittlere Sohn vom früheren BG-Arzt Professor Wolfgang Schulz, der ganz starke 37 Punkte zum Sieg beisteuerte.

Vor dem Finale spielten Kronberg und Alba Berlin noch Platz drei aus. Dabei ließen die Kronberger den Berlinern beim 87:73 keine Siegchance.

BG 74-Punkte (gegen Kronberg/gegen München): Lennart Schulz 37/12, Tim Hackel 13/17, Fabio Muce 4/-, Hendrik Hadenfeldt 7/9, Andrew Elawure 8/8, Enrique Tapella 2/-, Birger Lüer 5/4, Felix Greune 2/1, Leon von Hagen, Paul Marquardt, Yanis Rodeck -/2, Christopher Schulz. (gsd)

Von Walter Gleitze und Helmut Anschütz

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