TuSpo steigt aber nicht auf

Borken Bugs zum vierten Mal Bezirksmeister im Basketball

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Haben es drauf: Die Borkener Basketballer um Spielertrainer Philipp Stirn (3. von rechts), hier im Training vor der Corona-Krise, wurden zum vierten Mal Bezirksmeister. Zum Team zählen zudem: Alexander Anohin, Bela Boor, Eugen Brausmann, Tim Eckhardt, Nils Fröhlich, Christopher Gathen, Anton Hammel, Jörg Jakob, Kai Klepp, Wolf Krahnstöver, Christoph Siebert, Helmut Stotz, Burak Tastemel und Michael Wagester. 

Nach drei Jahren ist es endlich wieder soweit: Die Basketballer des TuSpo Borken, die Bugs, sind nach dem vorzeitigen Saisonende aufgrund der Corona-Pandemie einen Spieltag vor dem regulären Serienabschluss Meister der Bezirksliga.

„Wir hätten natürlich gerne das letzte Spiel noch gespielt und dann gefeiert, aber bei der aktuellen Lage ist die Entscheidung klar“, erklärte TuSpo-Center Kai Klepp. Mit zehn Siegen bei nur drei Niederlagen können die Borkener aber auch ohne das letzte Spiel auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Bereits 2014, 2015 und 2016 waren die Bugs Bezirksmeister. Zuletzt wurden sie dreimal Vizemeister.

Entscheidend für die Rückkehr an die Spitze waren etwa der Ballvortrag von Aufbau-Spieler Helmut Stotz, die Treffsicherheit von Flügelspieler Jörg Jakob und auch die klugen Entscheidungen von Spielertrainer Philipp Stirn. Zudem war auch die Flexibilität in der Defensive, wo immer wieder zwischen Manndeckung und Zonenverteidigung gewechselt wurde, ein Erfolgsgeheimnis. Dies funktioniert allerdings auch nur aufgrund der starken Teamchemie der Bugs, die jahrelang zusammenspielen.

„Außerdem war unser Angstgegner diesmal nicht mehr dabei“, erklärte Klepp lachend. Denn zuvor war es jedes Mal der ACT Kassel VI, eine Mannschaft mit vielen höherklassig erprobten Routiniers gewesen, die den Borkenern den Titel vor der Nase wegschnappte und ihre vorherige Meisterschaftsserie unterbrach.

Das einzige Ärgernis waren für Klepp die beiden Niederlagen gegen den ärgsten Verfolger und Zweitplatzierten FT Fulda. Durch den Gewinn der Meisterschaft wäre das Stirn-Team in der Landesliga spielberechtigt. Dieses Recht werden die Bugs aber erneut nicht wahrnehmen. Das Team besteht zu großen Teilen aus älteren Spielen, darunter viele Familienväter, die zwischen Kassel und Bad Hersfeld leben: „Ein mehrfaches Training die Woche mit allen Leuten, wie für die Landesliga nötig, ist leider kaum möglich“, erklärt Klepp.

So werden die Bugs auch in der nächsten Runde wieder in der Bezirksliga an den Start gehen und versuchen, ihren Titel zu verteidigen.

VON MORITZ MINHÖFER

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