Oberliga: Starke Kasselerinnen unterliegen am Ende 78:82 – Vellmar gewinnt 81:54 gegen Heppenheim

Gekämpft bis in die dritte Verlängerung

Katharina Hau

Kassel/Vellmar. Die Basketball-Damen des CVJM Kassel mussten sich im Topspiel der Oberliga beim BC Wiesbaden nach hartem Kampf, einer unglaublichen Aufholjagd und drei Verlängerungen mit 78:82 geschlagen geben. Dabei unterstrichen sie trotz des Fehlens von Trainerin Andrea Harder, dass sie in der laufenden Saison ganz vorn mitspielen können. Die Vellmarer Damen verbuchten mit einem 81:54 ihren zweiten Sieg und entfernten sich weiter von den Abstiegsplätzen.

BC Wiesbaden – CVJM Kassel 82:78 (37:17, 51:51, 60:60, 71:71) n. 3. V. Die Kasselerinnen hatten gegen zunächst die körperlich ebenbürtigen Gastgeberinnen vor allem in der Offensive und bei den Rebounds große Probleme. So ging der BCW vor der Pause mit 20 Punkten in Front. In der 24. Minute lagen die Gäste mit 28 Punkten (17:45) zurück. Danach starteten die CVJM-Damen eine unglaubliche Aufholjagd. Mit einem 22:3-Endspurt schafften die Kasselerinnen in der 40. Minute den Ausgleich zum 51:51, und es ging in die Nachspielzeit.

Die ersten beiden Verlängerungen gestalteten sich sehr ähnlich. Am Ende waren es Stephanie Simon (60:60, 45.) und Marie Reichert (71:71, 50.), die den CVJM in der letzten Sekunde in eine weitere Verlängerung brachten. Kurz vor Ende der zweiten Verlängerung entschieden die Schiedsrichter bei einer ihrer fragwürdigen Entscheidungen auf ein zweites technisches Foul gegen Carina Heyber. Die Unparteiischen disqualifizierten sie in einer ohnehin schon brisanten Spielatmosphäre. In der dritten Verlängerung raffte sich das Kasseler Team noch einmal auf und mobilisierte ein letztes Mal alle noch vorhandenen Kräfte, doch nach zweieinhalb Stunden stand die Niederlage fest. „Der Teamgeist ist es gewesen, der uns als Mannschaft so sehr motiviert hat, dass wir aus einem eigentlich schon verloren geglaubten Spiel fast noch einen Sieg herausgeholt hätten,“ so Natalie Gacal nach dem Spiel.

CVJM Kassel: Catalan Lorca, Pastuszko (15), Heyber (10), Humburg (2), Precht (7), Greipel, Venho (7), Gacal (13), Reichert (9), Simon (15).

TSV Vellmar – TV Heppenheim 81:54 (46:36). Gegen den Aufsteiger aus Heppenheim startete der TSV mit einem 12:2-Lauf, ließ dann aber zunächst ein wenig nach. Vor allem die Verteidigung klappte in dieser Phase nicht optimal, sodass die Gäste wieder auf 20:17 herankamen. Zum Ende des ersten Viertels konnten sich die Moskitos aber wieder auf 29:20 absetzen.

Das zweite Viertel verlief ausgeglichen, sodass es mit 46:36 in die Pause ging. In der zweiten Halbzeit merkte man den nur zu siebt angereisten Gästen ihre schwindende Kondition an, und die Moskitos konnten sich immer weiter absetzen. Im letzten Viertel spielte der TSV tollen Team-Basketball mit vielen sehenswerten Passkombinationen.

TSV Vellmar: Mascha Baberuxki (1), Kristina Barth (9), Katharina Hau (29), Cinnamon Hepburn (6), Juliane Hinze (7), Lea Jüngermann, Verena Köthe (8), Anna-Lena Schuck (4), Irina Sidorenko (8), Milka Stoyanova (9). (zgk) Foto:  Fischer/nh

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