ACT Kassel verliert Abstiegskrimi in der Basketball-Regionalliga

+
Leere Blicke: Eugen Haas (vorn) und Marcus Bernhard (links) müssen mit Basketball-Regionalligist ACT Kassel um den Klassenerhalt zittern.

Kassel. Es wäre das perfekte Drehbuch gewesen: Der lange Rückstand, dann im letzten Viertel die Wende und am Ende der Klassenerhalt für die ACT Kassel in der Basketball-Regionalliga 2.

Doch statt dem Klassenerhalt gab es nach der 86:91 (39:41)-Niederlage gegen den TV Langen nur enttäuschte Gesichter in den Reihen der Nordhessen, während die Gäste sich über den Ligaverbleib freuen durften.

„Es war ein unterhaltsames Spiel nach einer schwierigen Saison, das durch Nuancen entschieden worden ist“, fasste ACT-Trainer Bastian Kelsch zusammen. Jetzt muss die ACT auf den Verbleib von Limburg in der 1. Regionalliga hoffen. Steigt Limburg ab, ist auch der Kasseler Abstieg endgültig besiegelt.

Kassel begann vor mehr als 100 Zuschauern in der Emil-Junghenn-Halle nervös. Immer wieder kombinierte sich Langen sehenswert durch die ACT-Defensive und führte nach dem ersten Viertel verdient mit 22:15. Christian Stude und Marcus Bernhard sorgten binnen 58 Sekunden im zweiten Viertel für den Ausgleich.

Mitte des zweiten Viertels gelang dann beim Stand von 28:26 die Führung für die Hausherren. Doch Langen hatte stets die passende Antwort parat. Zwei erfolgreiche Drei-Punkte-Würfe in der Schlussminute brachten die 41:39-Pausenführung für die Gäste. Auch als Kassel im dritten Drittel kurz in Führung gehen konnte, antwortete Langen erneut mit erfolgreichen Abschlüssen hinter der Drei-Punkte-Linie. Die Hausherren verloren den Faden und ließen in der Defensive zu einfache Körbe zu. Beim Stand von 64:56 zog Kelsch die Auszeit, zum Ende des dritten Drittels konnte Kassel auf 60:66 verkürzen.

Der Abstiegskrimi ging in sein entscheidendes Viertel, und Kassel drehte auf. Es lief wie am Schnürchen, und die Hausherren drehten das Spiel auf 72:66. Doch Langen wusste erneut zu kontern. 2:30 Minuten vor dem Ende gingen die Gäste wieder in Führung und zeigten Nervenstärke. Die letzten 16 Spielsekunden dauerten neun Minuten und wurden zum Gefühlsbad, in dem die Zuschauer Stimmung machten und Kassel hoffte, den 86:88-Rückstand noch drehen zu können. Langen zeigte sich davon unbeeindruckt, verwandelte eiskalt die Freiwürfe und verdiente sich aufgrund dieser Abgezocktheit den Auswärtssieg, während Kassel nun Limburg die Daumen drücken muss.

ACT Kassel: Tayebi (17), Englmann (2), Bernhard (24), Perz, Moore (7), Stude (5), Wodny (1), Haas (10), Rüthemann, Weitzel (8), Wiebe (9), Toth (3)

Von Tobias Kisling

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.