Basketball-Bezirksoberliga: Die Bilanz des PSV Münden bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück

PSV-Pech mit Personal-Puzzle

Patrick Münch (am Ball) konnte nach seinem Pausenjahr noch nicht wieder an die alten Korbjäger-Qualitäten anknüpfen.

Hann. Münden. Hinter den Bezirksoberliga-Basketballern des PSV Münden liegt eine ernüchternde Saison. Mit Platz acht im Endklassement blieb das Team von Coach Jamal Clutchett weit hinter den eigenen Erwartungen zurück. „Ein Platz unter den ersten Drei. Eventuell sogar um den Aufstieg mitspielen“, so lautete vor der Saison das von Clutchett ausgegebene Ziel. „Und das wäre sicher auch möglich gewesen, wenn wir nicht immer wieder mit personellen Problemen zu kämpfen gehabt hätten“, sagt er jetzt.

Vor dem ersten Spieltag hatte sich die Situation in der Tat Erfolg versprechend dargestellt: Zum Vorjahressechsten war zwischen den Spielzeiten nach einer einjährigen, berufsbedingten Pause mit Jan Teupel ein Riesentalent zum PSV zurückgekehrt. Das Problem dabei: Teupel, in den Clutchett so große Hoffnungen steckte, war noch bei seinem Heimatverein in Goslar gemeldet und erhielt vom Verband keine Zweitspielberechtigung, so dass ihn der Caoch aus dem Kader streichen musste.

Und für den zweiten Rückkehrer, Christian Richardt, lag noch eine Sperre aus Hessen vor, so dass der erst später ins Geschehen eingreifen konnte. Hinzu kam, dass Steffen Ohlenmacher wegen einer hartnäckigen Wadenverletzung nur sporadisch eingesetzt werde konnte, und dass Patrick Münch, der vor seinem Pausenjahr stets zu den Topscorern der Liga gezählt hatte, in dieser Saison nie so richtig zu alter Stärke zurückfand.

Dass es am Ende für die Mündener bei 14 Niederlagen gerade einmal zu nur vier Siegen reichte, hat aber noch andere Gründe.

„Gerade bei Auswärtsspielen waren wir personell oft unterbesetzt. Da hätte ich mir viel mehr Unterstützung von der zweiten Mannschaft gewünscht“, wunderte sich Clutchett darüber, dass Spieler – aus welchen Gründen auch immer – die Chance ausschlagen, in einer höheren Spielklasse Erfahrung zu sammeln. „Dass ist mir völlig unverständlich!“ Und nur, wenn das in der kommenden Saison anders wird, „können wir wieder an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen.“

Der PSV setzte in der abgelaufenen Saison 17 Spieler ein: Emir Alickovic, Donat Gashi, Patrick Münch, Christian Richardt, Kristof Precht, Stefan Müller, Ronald Rivas, Haris Smakic, Daniel Herz, Jamal Clutchett, Sebastian Füllgraf, Kenan Causevic, Erik Hogreve, Milos Stevanovic, Arvidh Gescholowitz, Eike Fiedler, Steffen Ohlenmacher. (per)

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