Die besonderen Geschichten der Kasseler Basketball-Talente Weitzel und Reichert

Freude pur: Jonas Weitzel (hier eine Szene aus einem früheren Spiel der ACT Kassel) bejubelte am Wochenende 45 von ihm erzielte Punkte. Archivfoto: Fischer

Kassel. Der eine schaffte etwas, das selbst auf diesem Basketball-Niveau äußerst selten ist: Jonas Weitzel erzielte 45 Punkte für die U 18 der ACT Kassel beim 90:68 gegen die gastgebenden Wiesbadener.

Die andere ist zwar deutlich jünger als ihre Konkurrentinnen, schickt sich aber bereits an, schon im Alter von 14 Jahren in die deutsche U 16-Nationalmannschaft der Mädchen berufen zu werden: Marie Reichert vom CVJM Kassel überzeugte im Trikot der Hessenauswahl beim Bundesjugendlager in Heidelberg. Ihre Belohnung: Von Bundestrainer Stefan Mienack wurde sie für den Nominierungslehrgang im Dezember in Bad Blankenburg eingeladen.

Die Geschichten zweier Talente aus dieser Region:

EIN RIESE UNTER DEM KORB

Normalerweise wirft Jonas Weitzel um die 25 Punkte für die ACT. „45 Zähler sind nicht alltäglich. Diese Ausbeute fühlt sich richtig gut an“, stellt der 17-Jährige erfreut fest. Dass es beim Center so ausgezeichnet lief, hatte zwei Gründe. Zum einen habe er an diesem Tag relativ gut getroffen. Zum anderen sei es den Kontrahenten nicht gelungen, gegen ihn gut zu verteidigen. Weitzel misst 2,02 m.

Seit gut viereinhalb Jahren ist Basketball die große Leidenschaft des Vellmarers. Angefangen hatte er mit Fußball und Handball. Irgendwann hatte er dann nicht mehr ausreichend Spaß daran. Er wuchs und wuchs – und war bestens geeignet, um als Korbjäger sein Glück zu versuchen. Zunächst tat er dies beim Heimatklub SSC Vellmar.

In diesem Sommer absolvierte Weitzel die Saisonvorbereitung beim Nachwuchsbundesligisten BG Göttingen. Das umfangreiche Training bei den Niedersachsen ließ sich mit den schulischen Verpflichtungen in Einklang bringen. Der 17-Jährige, der die zwölfte Klasse der Kasseler Max-Eyth-Schule besucht, wechselte zurück zur ACT Kassel. Nun führt er das Team aus der Fuldastadt zum Sieg.

Zurzeit liegt die Kasseler U 18 auf dem dritten Rang. „Wir versuchen, in der Klasse vorn mitzuhalten“, erklärt Jonas Weitzel. Den nächsten Auftritt haben er und seine Kameraden erst am 8. Oktober in der Sporthalle Bad Wilhelmshöhe gegen die SKG Roßdorf.

JUNG, ABER OHO

Empfahl sich für höhere Aufgaben: Kassels Hessenauswahlspielerin Marie Reichert. Foto: nh

Mit dem Hessenkader belegte Reichert in Heidelberg nach zwei Niederlagen und drei Siegen den fünften Platz. Doch mehr noch als über dieses Abschneiden mit der Landesauswahl freute sich die 1,85 m große Basketball-Nachwuchshoffnung aus Kassel über die Einladung nach Bad Blankenburg.

„Auf meiner Position gibt es viele gute Spielerinnen.“

Vom 13. bis 16. Dezember entscheidet sich dort, wer von den 32 Teilnehmerinnen in den 24-köpfigen Kader der U 16-Nationalmannschaft berufen wird. „Auf meiner Position gibt es viele gute Spielerinnen“, sagt Reichert realistisch. Wenn es nicht klappen sollte, dann wäre dies kein Grund, enttäuscht einen Basketball gegen das Brett zu schleudern. „Vielleicht würde ich nächstes Jahr meine Chance kriegen.“

Zuletzt feierte Marie Reichert, die auch für die Jugend des BC Marburg als Center spielt und zudem bei den CVJM-Damen von Trainerin Andrea Harder Erfahrungen sammelt, mit der U 17 des Teams Mittelhessen in ihrem ersten WNBL-Bundesligaspiel bei Hürth/Bonn einen 69:36-Erfolg. Die Nordhessin war lediglich mit fünf Punkten am Erfolg beteiligt. Die Kasselerin zeigte sich aber nicht enttäuscht: „Dafür hatte ich viele Rebounds und konnte einige Male gut blocken.“

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