Regionalliga

ACT Kassel unterliegt dem TV Lich 63:83

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Schwerer Stand: Dario Crnalic (Mitte) von der ACT Kassel versucht sich hier gegen gleich zwei Licher.

Kassel. Trainer Hüseyin Eser sprach von einem Sahnetag. Das Problem für die Regionalliga-Basketballer seiner ACT Kassel aber war, dass diesen Sahnetag der Gegner erwischte: Die zweite Mannschaft des TV Lich warf beim 83:63 (36:33)-Erfolg einen Dreier nach dem anderen und wurde so ihrer Favoritenstellung gerecht.

Die Gäste aus dem Raum Gießen belegen nun Rang zwei in der Liga. Diesen Platz nimmt im Prinzip auch die ACT ein – allerdings muss man dafür die Tabelle drehen.

Die ACT kann immerhin für sich in Anspruch nehmen, vor 60 Zuschauern in der Kasseler Emil-Junghenn-Halle eine Halbzeit lang mitgehalten zu haben. Vor allem das zweite Viertel sollte Mut geben. „Das sah nicht schlecht aus. Phasenweise haben wir gegen eine starke Mannschaft gut gespielt“, bilanzierte Stanislaw Brantner, der mit 14 Punkten beste Werfer der ACT.

Die schaffte es zumindest, den Gegner einmal zu beeindrucken. Als die Licher nach einer schnellen Führung von 17:5 schon anfangen wollten zu zaubern, kämpfte sich das Team von Trainer Eser in die Partie. Die Folge: Vom Ende des ersten Viertels bis zur Halbzeitpause erarbeiteten sich die Kasseler einen Vorsprung, weil sie die konzentriertere und zielstrebigere Mannschaft stellten.

Nach dem Wechsel allerdings ging es dann ruckzuck – der angesprochene Sahnetag der Licher begann. Das hatte auch damit zu tun, dass die ACT den Gegner immer wieder frei zum Wurf kommen ließ. Insgesamt kamen die Licher somit auf elf Dreier – zu viele für Hüseyin Esers Geschmack: „Da waren wir nicht gut genug.“

Schnell zog Lich davon. Zu Beginn des letzten Viertels stand es 51:74 – jetzt drohte es für den Gastgeber gar ein Tag zu werden, der selbst mit dem Extra-Stückchen Sahnetorte nicht mehr lecker werden sollte. Am Ende hielt sich die Niederlage gerade noch in Grenzen – und die Frage ist, was gewesen wäre, wenn mit Marcus Bernhardt der sicherste Schütze der ACT mitgewirkt hätte. Sein Fehlen machte sich schließlich bemerkbar. So blieb die Erkenntnis: „Wir kriegen es nicht hin, durchgehend strukturiert zu spielen“, sagte Stanislaw Brantner am Ende.

ACT Kassel: Arneton (6), Bilgic, Brantner (14), Crnalic (4), Delic (5), Franke (3), Haas (2), Moore (11), Mustafic (3), Tayebi (10), Toth, Wiebe (5).

Von Florian Hagemann

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