Interview: Kasseler Basketballerin Marie Reichert lässt bei Zweitligist aufhorchen

Schon bei den Allstars

Voll konzentriert: Die Kasselerin Marie Reichert, hier noch im Jugend-Nationaltrikot, darf sich auf ihren Premiereneinsatz im Allstar-Team freuen. Foto: Archiv

Kassel. Sie ist erst 16 Jahre alt, spielt aber schon bei den Frauen in der 2. Basketball-Bundesliga. Die Rede ist von der Kasselerin Marie Reichert, die seit dem Sommer für die Bender Baskets Grünberg im Einsatz ist. Jetzt wurde die Jugendnationalspielerin in die Allstar-Mannschaft der 2. Liga Nord gewählt, die am Samstag, 6. Januar, in Bamberg auf eine Auswahl mit Spielerinnen aus der Südstaffel trifft.

Wir haben mit Reichert über diese Auszeichnung, ihre Erfolge im Jahr 2017 und die freie Zeit zwischen Weihnachten und Silvester gesprochen.

Marie Reichert über…

…die Einladung zum Allstar-Game: „Es ist eine große Ehre für mich. Ich hätte nicht gedacht, dass ich überhaupt nominiert werde, weil ich ja erst meine erste Saison in der 2. Bundesliga spiele. Ich freue mich auf das Spiel und setze mich nicht unter großen Druck, ich möchte einfach nur Spaß haben. In unserem Team bin ich die Jüngste.“

…das Jahr 2017: „Mein Sport-Höhepunkt war die U16-EM im Sommer in Frankreich, auch wenn wir nur den sechsten Platz belegt haben. Ärgerlich war natürlich, dass wir mit der Nationalmannschaft nicht unter den ersten Fünf gelandet sind. Denn dann hätten wir uns das Ticket zur U17-WM im nächsten Jahr gesichert. Ein unvergessliches Erlebnis waren für mich auch die europäischen Jugendspiele in Györ in Ungarn. Das war beeindruckend, so viele verschiedene Sportler in Aktion zu erleben. Wir haben uns mit Rang vier im Basketball-Wettbewerb achtbar geschlagen.“

…die Premierensaison in der 2. Bundesliga: „Für mich läuft es insgesamt ganz okay. Mit der Mannschaft sind wir gut gestartet, hatten dann aber ein kleines Tief und sind auf den vorletzten Platz abgerutscht. Zuletzt waren wir wieder erfolgreicher und haben unter anderem den Spitzenreiter Osnabrück bezwungen. Dadurch sind wir wieder um einen Rang nach vorn gekommen.“

…die Mehrfachbelastung: „In dieser Saison habe ich nur zweimal in der U18-Bundesligamannschaft des Teams Mittelhessen ausgeholfen. Ansonsten spiele ich nur in Grünbergs Frauenteam. Zweimal pro Woche fahre ich mit dem Zug nach Marburg. Von dort fahre ich mit Mannschaftskolleginnen weiter nach Grünberg. Ich mache dies natürlich sehr gern, anstrengend ist es aber zuweilen schon. In Kassel bekomme ich zudem Einzeltraining bei Jan Beck oder gehe ins Krafttraining.“

…die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester: „Der Spielbetrieb ruht momentan. Zwar trainiere ich auch ab und zu mit Jan Beck, kann aber viel Zeit mit der Familie und Freunden verbringen und auch mal ausgehen. Während der Saison ist das nur schwer möglich. An Silvester werde ich zusammen mit Freunden feiern.“

…die Ziele für das Jahr 2018: „Ich hoffe, dass wir die Zweitliga-Saison mit einem guten Ergebnis zu Ende bringen. In der Jugend-Nationalmannschaft lege ich freiwillig eine einjährige Pause ein. Ich möchte mich noch intensiver um die Schule kümmern. 2019 will ich an der Kasseler Albert-Schweitzer-Schule mein Abitur machen.“

Von Björn Mahr

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