Basketball: Regionalligist unterliegt Tabellenzweiten Lich erst nach Verlängerung

ACT nah an der Sensation

Gut abgeschirmt: Die beiden Kasseler Heinrich Wiebe (Nummer 21) und Pablo Tayebi (Hintergrund) stellen sich dem Licher Ugur Külhan in den Weg. Foto: Schachtschneider

Kassel. Die Basketball-Herren der ACT Kassel bleiben Tabellenelfter der 2. Regionalliga Nord und damit in Abstiegsgefahr. Das Team von Coach Bastian Kelsch musste sich dem Tabellenzweiten TV Lich II 85:87 (37:41, 76:76) nach Verlängerung beugen.

Klar, dass bei den Kasselern zunächst der Frust groß war. 40 Minuten hatten die ACTer dem hohen Favoriten aus Lich, der wie erwartet Ex-Nationalspieler Johannes Lischka dabei hatte, Paroli geboten. In der Verlängerung gerieten die Gastgeber rasch mit 77:83 in den Rückstand, drehten die Partie mit einem 7:0-Lauf noch einmal, ehe wieder die Mittelhessen am Zug waren.

18 Sekunden vor Ende hatte die ACT den Ball und damit die Möglichkeit zum Ausgleich. Marcus Bernhart, mit 25 Punkten der Topscorer der Kasseler, übernahm Verantwortung, kam aber nicht zum guten Abschluss. Zwar ergab sich für Pablo Tayebi noch eine Chance, der Ball verfehlte aber den Korb.

„Großes Lob an meine Mannschaft, wir hatten eines der Topteams der Liga am Rande einer Niederlage“, sagte Kelsch. Die Kasseler zeigten sich gegen die Licher von Beginn an als gleichwertiger Gegner, auch Lischka hatten die Gastgeber einigermaßen unter Kontrolle. Der 28-Jährige verbuchte insgesamt 28 Punkte – ganz auszuschalten war er eben nicht.

Zunächst bekamen die Nordhessen den Ball gut unter den Korb, Tayebi konnte sich immer wieder durchsetzen. Dann agierten die Gäste mit einer Zonendeckung und die Gastgeber trafen von außen – es blieb eine überaus spannende Partie.

Die Kasseler übernahmen die Führung, verpassten es dann aber sich abzusetzen. Die ACTer nutzten nur vier ihrer letzten zehn Freiwürfe in der regulären Spielzeit. 17 Sekunden vor Ende hatten die Hausherren den Ball, schlossen dann aber zu überhastet ab und verpassten die Entscheidung. Das sollte sich später rächen.

„Wir wissen jetzt zumindest, dass wir auch die Top-Teams der Liga schlagen können“, erklärte Kelsch. Bereits am kommenden Samstag findet das Rückspiel statt. Der Hintergrund: Dabei handelt es sich um die Begegnung, die im November ausgefallen war, weil die Kasseler Halle unter Wasser stand. ACT: Bernhart (25), Moore (17), Stude (16), Tayebi (11), Wiebe (6), Haas (6), Wodny (2), Toth (2), Rüthemann, Perz, Englmann. (zgk)

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