Was war denn da los? ACT gewinnt, da Fuldaer Halle nicht den Vorschriften entspricht

Sieg vor erstem Sprungball

Coachen ohne Druck: Trainer Hüseyin Eser (links) hatte mit der ACT die Punkte vor Beginn der Partie in Fulda sicher. Foto: Schachtschneider

Fulda. Bevor die Partie des Basketball-Oberligisten ACT Kassel bei FT Fulda begann, hatten die Gäste das Spiel schon gewonnen. Der Grund: Die Ausweichhalle der Fuldaer hatte die falschen Linien, die Bretter waren zudem nicht gesichert. Daher gingen die Punkte kampflos an die Kasseler. Wir fragen daher, was war da denn los?

Die Fuldaer mussten aus organisatorischen Gründen in eine andere Halle ausweichen, das wurde zum Problem. „Als ich da rein kam, habe ich gleich gesehen, dass die alte Zone und die alte Dreipunktelinie eingezeichnet waren“, sagt ACT-Trainer Hüseyin Eser, der so etwas auch noch nicht erlebt hat. „Außerdem hatten die Bretter Risse und keinen Kantenschutz“, so der Kasseler Coach weiter.

Zwar begannen die Gastgeber, neue Linien aufzukleben, das war aber nicht wirklich machbar. Damit war klar: Die Punkte gehen an die Gäste. „Wenn uns die Stadt und die Abteilungsleitung eine Halle zuweist, gehe ich davon aus, dass diese den Oberliga-Richtlinien entspricht“, war Fuldas Trainer Tim Helmke, früher auch einmal für die ACT aktiv, sauer: „Als Trainer ist es nicht meine Aufgabe, die Hallenzustände zu überprüfen. Eher muss man sich fragen, warum es in Fulda nur zwei Hallen gibt, die alle Richtlinien erfüllen.“

Zuerst wollten die Fuldaer dann gar nicht spielen, entschlossen sich dann aber doch, ein Freundschaftsspiel auszutragen. Auch dieses gewannen die Kasseler dann klar 83:56 (41:25).

Die Partie verlief nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (11:11 in der 7. Minute) einseitig – und es gab weitere Probleme. „Das Spiel musste mehrfach unterbrochen werden, weil die 24-Sekunden-Uhr nicht richtig bedient wurde und der Spielbogen auch nicht stimmte“, schmunzelte Eser später über die Zustände in Fulda.

Anschließend hatte er Grund zur Freude, weil sich sein Team gegenüber den letzten Auftritten verbessert zeigte. In der elften Minute führte die ACT nach einem 15:0-Lauf mit 26:11. Zwar kamen die Gastgeber dann noch einmal näher heran, nach der Pause war die Begegnung aber schnell entschieden. Mit einem 20:2-Lauf zogen die Kasseler auf 61:30 davon.

ACT Kassel: Crnalic 13, Toth 13, Haas 12, Wiebe 10, Lamprecht 9, Rivas 8, Fischbach 6, Krasniqi 4, Steinau 4, Eckardt 3, Mustafic 2, Jede 2. (zgk)

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