Handball-Oberliga: Vellmar dreht beim 31:29 ein schon verloren geglaubtes Spiel

Begeisternde Schlussphase

Am Kreis durchgesetzt: Vellmars Stefan Hermenau ist an seinen Gegenspielern Hannes Geist (von links) und Jens Berberich vorbeigekommen. Dino Duketis (rechts) ist stiller Beobachter. Foto: Socher

Vellmar. Vellmarer Handball-Wahnsinn! Von diesem Spiel werden die 400 Besucher der Großsporthalle noch lange reden. Die Oberliga-Handballer des TSV Vellmar drehten mit einer unglaublichen Energieleistung in den letzten fünf Minuten ein schon verloren geglaubtes Spiel gegen die HSG Kahl/Kleinostheim und feierten beim 31:29 (13:16)-Erfolg ihren ersten Heimsieg der laufenden Spielzeit.

22:27 hieß es zehn Minuten vor dem Abpfiff aus Sicht der Gastgeber. Jeden Treffer hatten sich die Vellmarer bis dahin hart erarbeiten müssen, während die Gäste aus dem Rückraum immer wieder recht einfach zu Toren gekommen waren.

Der TSV Vellmar kämpfte und mühte sich, doch Kahl/Kleinostheim zeigte sich überlegen. So erspielten sich die bayrischen Gäste schnell einen Vorsprung von bis zu vier Treffern und schienen einen vollkommen ungefährdeten Sieg einzufahren.

Doch es griff das, was TSV-Trainer Iljo Duketis gefordert hatte: „Leidenschaft, Kampfgeist und Siegeswillen.“ Genau die zeigte sein Team und hatte zudem das Glück auf seiner Seite. Adam Kovacs, Petr Petrovszki und Dino Duketis hatten den TSV auf 27:28 (55. Minute) herangebracht, als die HSG zum 29:27 traf. Doch der Treffer zählte nicht, es blieb beim 28:27.

Coach Jan Redmann hatte Bruchteile zuvor die Grüne Karte zur Auszeit abgelegt. Den nächsten Angriffsversuch wehrte Vellmar ab, Duketis glich aus. Die Zuschauer standen bereits kopf und gerieten beim 29:28 per Gegenstoß vollkommen aus dem Häuschen. Robin Kiebach war an der Latte gescheitert, aber Duketis nutzte den Abpraller zur ersten TSV-Führung des gesamten Spiels (57.).

Als Kovacs zwei Minuten vor dem Abpfiff mit einer starken Einzelleistung auf 30:28 erhöhte erreichte der Lärmpegel seinen Höhepunkt.

Anders als noch in der Hinrunde brachte Vellmar diesen Vorsprung über die Schlusssekunden.

TSV: Paul, Igielski; Stumbaum (1), Herdt, Kovacs (11/6), Petrovszki (5), Hermenau (2), D. Duketis (7), Schröder, Gunkel (2), Lieberknecht, Kress (3), Kiebach, Körber.

Von Claudia Stehr

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