1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport

Vater-Sohn-Duo gründet Dartsparte

Erstellt:

Von: Marvin Heinz

Kommentare

Vater Henry George (li.) und Sohn Marcel stehen vor dem Dartautomaten
Vater Henry George (li.) und Sohn Marcel teilen die Leidenschaft für E-Dart. © Marvin Heinz

In einer Kneipe hat alles angefangen. Die Leidenschaft für den Dartsport teilen Vater Henry und Sohn Marcel George. Nun haben sie eine Dartsparte beim TSV Waldkappel gegründet.

Waldkappel - Marcel George aus Waldkappel ist konzentriert. Drei Pfeile hat der 22-jährige im Vereinsheim des TSV Waldkappel in der Hand. Alle drei wirft er binnen einer Minute in das schmale Feld der Triple-20. Die Anzeige des Dartautomaten zeigt 180 Punkte an. Mehr geht beim Dartsport nicht.

George nimmt zufrieden die Pfeile aus dem Elektroautomaten, geht drei Schritte zurück, wirft erneut. „Wir haben einen schweren Start hinter uns, aber jetzt können wir sehr zufrieden sein“, erzählt er. Anfang 2020 hat er zusammen mit einem Vater Henry George die Dartabteilung beim TSV Waldkappel gegründet. Der zweite Vorsitzende Timo Strecker sowie Henrik Stöber, Abteilungsleiter der Fußballabteilung, haben ihn auf einer Kirmes motiviert den Schritt in der Heimatstadt zu wagen.

Seit 30 Jahren Dartspieler

Beide hatten zuvor bei den German Bulls in Bischhausen in der Bezirksoberliga gespielt. „Wir haben die langfristige Entwicklung sowie die Möglichkeiten im Verein gesehen“, sagte der 61-jährige Henry, der vor 30 Jahre zum Dartspieler geworden ist: „Es hat mal in einer Kneipe begonnen und sofort klick gemacht.“ Seine Leidenschaft hat er an seinen Sohn Marcel weitergegeben.

Nun will er Jugendliche von der Pike auf betreuen und fördern. „Bei den jungen Leuten - und das sieht man immer wieder - ist immer eine positive Überraschung möglich. Es macht mir Spaß dabei zu sein.“ Dafür werden im Clubhaus wöchentliche Trainingseinheiten angeboten. Das Händchen für die Pfeile könne man sich antrainieren, sagen beide im Einklang. Die Fußballer Nico Wilhelm, Henry und Lukas Sundheim seien die besten Beispiele, wie auch Silvia Günther und Sabine Bachmann.

Was ist der Unterschied zwischen E-Dart und Steeldart?

Während die Vereine in Sontra, Herleshausen und Diemerode Steeldart spielen, wird in Datterode, Bischhausen und Waldkappel E-Dart gespielt. Die Unterschiede: Beim Steeldarts bohrt sich eine Metallspitze in das Board, E-Darter verwenden Plastik- oder Kunststoffspitzen. E-Dart-Boards bestehen aus Kunststoff und beinhalten Elektronik. Das Rechnen und Schreiben entfällt weitestgehend. Laut Regularien des deutschen Dartverbandes dürfen die Pfeile beim E-Dart nur 18 Gramm wiegen, beim Steeldart maximal 50 Gramm. Dartspieler, die in beiden Gefilden zuhause sind, wechseln zumeist nicht die Pfeile, sondern nur die Spitzen. Durch Weltmeisterschaften im Londoner Ally Pally ist Steeldart mit Stars wie Michael van Gerwen, Rob Cross und Phil Taylor populärer.

Mittlerweile zählt die Abteilung 13 aktive Spieler. Das erste eigene Turnier mit 17 Spielern fand vor zwei Wochen statt. Seit Anfang 2022 nehmen die Waldkappeler am Ligenspielbetrieb in der A-Liga teil. „Weil wir beide zuletzt in der Bezirksoberliga aktiv waren, haben wir eine Mannschaft in der A-Liga gemeldet. Wir dürfen bei einem Wechsel nur zwei Ligen unter der Liga spielen, in der wir zuletzt gespielt haben. Ein Start in der C-Liga war somit nicht möglich“, erklärt Henry die Regularien, welche für die aktiven Fußballer anfangs noch befremdlichen waren.

Über die Zukunft wird schon nachgedacht

„Die richtige Körpersprache, die optimale Fußstellung sind wichtig, wie auch mögliche Rechenweg von 501 Punkten auf null Punkte“, sagte Mannschaftskapitän Marcel, der den Dart-Novizen im Verein dank Trainingsfleiß eine „starke Entwicklung“ bescheinigt.

Insgesamt sei die Abteilung noch in der Findungsphase. Während zusätzliche Spieler und Spielerinnen gesucht werden, wird offen diskutiert, ob für die Zukunft die Existenz als Sparte oder ein eigenständiger Verein vorteilhaft ist.

Auch interessant

Kommentare