Willinger Skispringer Paul Winter ist bei der Junioren-WM am Start – Schritt für Schritt zum großen Ziel

Berufswunsch: Olympiasieger

Paul Winter

Willingen. „Ich hatte als kleines Kind schon das Ziel, irgendwann mal Olympiasieger zu werden. Immer wenn ich nach meinem Berufswunsch gefragt worden bin, war diese Antwort ganz klar für mich, auch wenn meine Eltern sich gewundert haben“, sagt Paul Winter und fügt an: „Deswegen bin ich auch schon so früh aufs Internat gegangen. Das zahlt sich jetzt alles aus.“

Und wie: Der 16-jährige Skispringer vom SC Willingen wird ab Montag an der Juniorenweltmeisterschaft im italienischen Predazzo teilnehmen – ein weiterer Schritt auf seinem Weg nach oben. „Das kam alles sehr überraschend, damit gerechnet habe ich nicht“, sagt Winter. Allerdings haben seine konstant guten Leistungen seit Saisonbeginn für ihn gesprochen: Beim Alpencup in Seefeld Mitte Dezember überzeugte er mit den Rängen fünf und acht, und im Deutschlandpokal stehen einige Siege auf dem Papier.

Die Belohnung ist die Nominierung für die Junioren-WM. „Darüber habe ich mich sehr gefreut. Ich werde ganz entspannt in die Wettkämpfe gehen.“ Als Ziel gibt der 16-Jährige für den Einzelwettkampf am Donnerstag einen Top-15-Platz an, für den Teamwettkampf am Samstag ist der Anspruch schon höher: „Eine Medaille wäre schön.“

Seit seinem vierten Lebensjahr ist Paul vom Skispringen begeistert – staunend hat er als kleiner Junge an der Schanze im tschechischen Harrachov gestanden. „Da waren wir oft im Skiurlaub“, sagt der gebürtige Riestedter. Vor sechs Jahren ging er nach Willingen. „Dort gab es einfach das beste Angebot.“ Erst trainierte Winter unter Jörg Pietschmann, dann wechselte er zu Heinz Koch. „Heinz ist ein toller Trainer, der viel Erfahrung mitbringt. Ein Trainer, der mir die nötige Ruhe vermittelt und mich zurück auf den Boden holt“, sagt Winter.

Faszination fliegen

Über das Besondere seiner Sportart muss der Athlet nicht lange nachdenken: „Das Faszinierendste ist, in der Luft zu liegen und frei zu schweben. Und der Nervenkitzel.“ Und wie steht’s mit der Angst? „Hab ich nicht, nur Respekt. Den sollte man immer haben.“

Schon im vergangenen Jahr ist Winter als 15-Jähriger von der Mühlenkopfschanze gesprungen – gleich auf 148 Meter. „Vor dem Sprung war ich aufgeregt. Es ist doch was anderes, von einer so großen Schanze zu springen“, sagt der Zehntklässler, dessen Vorbilder Simon Amman und Martin Schmitt sind.

Ein Lehrgang mit dem deutschen Junioren-WM-Team liegt mittlerweile hinter ihm, auch einen neuen Anzug hat er bekommen. „Ich wurde wegen der WM noch einmal neu vermessen. Der neue Anzug gefällt mir gut.“ Ob es ein Siegeranzug ist? „Das wird sich zeigen. Gepasst hat er jedenfalls gut.“

Von Friederike Göbel

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