KSV Hessen gewinnt Hallenturnier des SV Hundelshausen - Kammerbach Zweiter

Bissige Löwinnen zu stark

Eine der besten Spielerinnen des Turniers war Ex-Zweitliga-Akteurin Jaqueline Scheuren vom FSV Kassel. Hier kommt sie gegen Hundelshausens Carina Klöppner zum Schuss. Fotos: Brandenstein

Grossalmerode. Die Fußballerinnen des KSV Hessen Kassel haben sich das Fernziel zweite Bundesliga gesetzt. Am Samstag setzte der Tabellenzweite der Verbandsliga zumindest schon einmal ein Ausrufezeichen unterm Hallendach. Die Kasselerinnen gewannen das Turnier des SV Hundelshausen und besiegten dabei im Finale den allerdings nicht in Bestbesetzung angetretenen Hessenligisten TSG Kammerbach. Dritter wurde der FSV Kassel vor den Gastgeberinnen.

Die Kammerbacherinnen hatten sich ein hartes Programm verordnet. Am Vormittag traten sie noch beim Turnier in Kaufungen an und schlugen dabei den Lichtenauer FV und Kaufungen II. Danach ging es nach Großalmerode, wo das Team ohne Nina Weihrauch und Carola Heczko zunächst in der Gruppe II den ersten Platz belegte. Im Halbfinale dann das brisante Duell gegen den SV Hundelshausen, der als Gruppenzweiter der Gruppe A unter die besten vier Teams vorgestoßen war. Kammerbachs Claudia Hertig brachte den Favoriten nach fünfeinhalb Minuten in Führung. Landinghoff-Schmidt, die später auch zur besten Feldspielerin des Turniers gewählt wurde, Wenke Auweiler und Lisa Rölling sorgten beim 4:0 für klare Verhältnisse. Hundelshausens Trainer Norbert Stenzel meinte: „Meine Spielerinnen sollten eigentlich viel mehr den Ball laufen lassen. Aber das hat gegen die cleveren Kammerbacherinnen nicht funktioniert. Dennoch haben wir ein gutes Turnier gespielt.“ An dieser Einschätzung konnte auch die abschließende 1:5-Schlappe im Spiel um Platz drei gegen den FSV Kassel nichts ändern. Hier war bei den Gastgeberinnen einfach die Luft raus. Außerdem stellte der FSV mit der vom Regionalligisten Jahn Calden zurückgekehrte Jaqueline Scheuren eine sehr starke Spielerin, die dreimal traf.

Sieg im Vorjahr

Jetzt sollte die TSG Kammerbach die Ehre der heimischen Teams retten. Schließlich hatte der Hessenligist schon im Vorjahr bei diesem Turnier triumphiert. In einem wohltuend fairen Finale, das auch spielerisch einiges zu bieten hatte, setzte sich jedoch der KSV durch. Zunächst brachte Sabrina Schwarz Kassel in Führung. Dann mischten jedoch Sarah Landinghoff-Schmidt und Lisa Rölling die KSV-Abwehr auf. Rölling legte quer, und Landinghoff-Schmidt erzielte das 1:1. Als dann auch noch Torhüterin Sandra Röhrscheid gegen die frei vor ihr auftauchende Romina Morina rettete, hätte die Partie zugunsten der TSG kippen können. Doch die Löwinnen waren bissig und hielten dagegen. Der Siegtreffer gelang Pia Karime, eineinhalb Minuten vor dem Abpfiff.

„Meine Mädchen hatten heute schon einige Spiele in den Knochen stecken. Die Spritzigkeit hat im Endspiel gefehlt“, analysierte TSG-Trainer Karl-Martin Weinzierl.

Neben der besten Feldspielerin Sarah Landinghoff-Schmidt (Kammerbach) zeichnete SV Hundelshausens Vorsitzende Veronika Träbing auch die beste Torschützin aus. Romina Morina vom KSV Hessen erzielte sieben Treffer. Zur besten Torhüterin wurde Hundelshausens Julia Müller gewählt.

Von Manuel Brandenstein

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