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Blick auf Mont Blanc entschädigt Nina Stein

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Nina Stein von der Triahtletenschmiede Werratal.
Nina Stein von der Triahtletenschmiede Werratal. © Triathletenschmiede Werratal

Ende August war es wieder so weit: Der UTMB (Ultra Trail du Mont Blanc) ging in seine 19. Auflage. Mit dabei: Nina Stein von der Triathletenschmiede Werratal.

Heringen - Der Lauf gehört zu den anspruchsvollsten Ultratrails weltweit und ist daher nicht für jeden frei zugänglich. Vielmehr müssen sich die Läufer im Vorfeld mit der erfolgreichen Teilnahme an entsprechend ankerkannten Läufen qualifizieren, um eine Starterlaubnis zu erhalten. Genau dies war Nina Stein gelungen – die Sportlerin der Triathletenschmiede Werratal nahm am UTMB teil.

Angeboten wurden insgesamt sechs Strecken zwischen 15 und 290 Kilometern. Diese müssen halbautonom bewältigt werden, Teilnehmer haben also eine vorgeschriebene Pflichtausrüstung mit sich zu führen und werden nur an wenigen offiziellen Verpflegungsstationen unterstützt. Nina Stein war für die 100 Kilometer lange und 6100 Höhenmeter umfassende „CCC“-Distanz qualifiziert. „CCC“ beschreibt dabei den Verlauf der Strecke vom Start in Courmayeur (Italien) über Champex-Lac (Schweiz) bis zum Ziel in Chamonix (Frankreich).

Zu Beginn ging es für die rund 2100 Teilnehmer einen ersten langen Anstieg hinauf auf den auf knapp 2600 Metern gelegenen Tete de la Tranche. Zum Problem wurde hier ein aufziehendes Gewitter mit Starkregen, das die schmalen Bergpfade zu Bächen verwandelte, das Laufen immens erschwerte und die Sturzgefahr erhöhte. Nach rund 54 Kilometern, die zum Großteil im schwer zugänglichen Hochgebirge gelaufen wurden, erreichten die Läufer die große Verpflegungsstation in Champex-Lac. Dort hatten auch erstmals Angehörige Zugang zur Strecke und konnten mit entsprechender Akkreditierung einen Läufer mit Eigenverpflegung unterstützen.

Stein erreichte Champex-Lac nach einer Laufzeit von 11:06:24 Stunden. Nach einer kurzen Pause ging es bei inzwischen angebrochener Dunkelheit mit Stirnlampe weiter über Trient nach Vallorcine. Auf diesem insgesamt 27 Kilometer langen Streckenabschnitt waren erneut zwei große Anstiege zu überwinden. Von Vallorcine aus folgte dann der letzte große Anstieg den Tete aux Vents auf einer Höhe von 2118 Metern hinauf. Der Aufstieg erwies sich als äußerst anspruchsvoll. Aufkommender Regen und die bereits absolvierten 81 Kilometer ließen das Erreichen des Gipfels auch mental zur Zerreißprobe werden. Oben angekommen gab die langsam aufgehende Sonne allerdings den Blick auf den Mont Blanc frei und entschädigte die Läufer so für die bisherigen Strapazen. Die letzten sieben Kilometer verliefen dann leicht abfallend hinunter ins Tal nach Chamonix.

Nina Stein erreichte das Ziel in Chamonix nach 23:29:09 Stunden auf Rang 173 im Gesamteinlauf der Frauen. In ihrer Altersklasse belegte sie damit Platz 33. Vorzeitig schieden 369 Teilnehmer aus dem Rennen aus. Die erreichte Zeit lag zudem weit unter der für die Western States 100 geforderte Qualifikationszeit – das in der Sierra Nevada ausgetragene 100-Meilen-Rennen steht als nächstes langfristiges Ziel auf Steins Agenda. red

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